Ludonews

Rund um das Diplomacy-Spiel – von Christian Reichardt
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Lernen, lernen

Mai 19, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Highlights, Regeln

Edi Birsan

Aller Anfang ist schwer. Wie lange haben wir alle gebraucht, bis wir eine gewisse Souveränität erlangt haben!  Aber zum Glück gibt es liebe Helfer, die einem zur Seite stehen. Hier ist einer:  Edi Birsan., Er ist einer der bekanntesten Spieler auf der Welt. Was hat er nicht alles für das Hobby Diplomacy gemacht – er war Consultant bei dem Spielehersteller Avalon Hill, hat Regeln konzipiert, Zines herausgegeben, hat in diversen nationalen Tournamenten Siege erzielt. Und er ist ein stetiger Berater für alle “Altersklassen”. Derzeit habe ich die Ehre, mit ihm in einer Partie bei stabbeurfou – Partie Jackson zu spielen, wo wir – Deutschland und Türkei – kaum Berührungspunkte haben, dafür aber eine geniale Kommunikation. Auch das können wir von ihm lernen.

In loser Folge publizieren wir  Tips von ihm – für Anfänger. Doch was heisst das schon! Auch als Fortgeschrittener liest man solche Abhandlungen gern. Hier findet ihr seine Originale in loser Folge in englisch. Sobald unser Übersetzer richtig deutsch kann, werden wir das auch in Deutsch abbilden, ist ja Ehrensache…

 

 

Markus Paeuser in “Uriel” auf der Siegesgeraden

Mai 17, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Internationales

"Uriel" vor dem Herbscht 1910 - Markus' Sieg!

Nicht bei Ludo, aber trotzdem spannend:  Wir erinnern uns – da spielt doch ein ganz Verwegener aus unseren Reihen noch im internationalen Wettkampf bei Stabbeurfou mit. Ja, genau: in dem Tournament The_Seven_Archangels gibt es so eine “Restnationengruppe”, die der Markus Paeuser anführt. Wir berichteten, aber wahrscheinlich hat kaum einer wirklich hingeguckt. War falsch, denn das ist ein echter Hingucker!

Wenn wir kurz mal auf die Seite des Spiels Uriel gehen, so erkennen wir deutlich, dass Markus kurz vor dem Sieg steht: mit 15 VZ führt er derzeit das Rennen!  Und so wie es aussieht, hat er drei weitere VZ okkupiert, die ihm wohl keiner mehr streitig machen können wird: Flotte London versenkt, Flotte Edinburgh vertrieben und Marseille kampflos eingenommen, die Armee in Piemont hat die Verteidigung erst gar nicht versucht. Und jeder Widerstand ist inzwischen entweder gegenstandslos oder zwecklos. Respekt vor dieser Leistung. Insgesamt steht sein Rest-of-the-World-Team ROTW derzeit auf dem 5. Rang, während Markus selbst Platz 4 in der Einzelspielerwertung belegt. Wir gratulieren und freuen uns ganz bescheiden für Deutschland!

…selbst dann liess Frankreich nicht von mir ab!

Mai 14, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Kommentare, EoG

MONP7 – EOG Spanien – von Patrick Scheller

Hallo liebe Mitstreiter,

erstmal Gratulation an Russland für den Sieg. Und herzlichen Dank an Lothar für die wie immer perfekte Spielleitung.

Für Spanien ist es ja gerade zu Beginn immer sehr mühselig in Gang zu kommen, aber es lief im Grunde eigentlich alles optimal. Meine Strategie war von Anfang an ein Bündnis mit Frankreich, ich denke, dass das für beide Seiten eine wirklich gute Verbindung ist. Bei einem spanisch-französischen Krieg profitieren immer die umliegenden Nationen überproportional, und solange nicht einer der beiden grobe Fehler macht, bedeutet es im Normalfall für beide Nationen den Untergang. Glücklicherweise schien Frankreich das zunächst auch so zu sehen, und dadurch lief es für uns beide sehr gut, auch wenn wir uns an den Pyrenäen immer etwas skeptisch beäugt haben.

Mir war klar, dass ich für Frankreich immer eine latente Bedrohung sein würde, deshalb habe ich von Anfang an versucht eine ausschließliche Flottenmacht aufzubauen. Dadurch sollte für Frankreich eigentlich klar werden, dass ich nicht an einen Stab dachte, sondern, dass mein Interesse langfristig war. Offenbar habe ich da aber wohl dann den Stab zu verlockend erscheinen lassen, meine Verteidungsfähigkeit zu sehr vernachlässigt und seine Weitsicht gleichzeitig unterschätzt.

Als Italien geschlagen war und es auch gegen Ägypten gut lief, habe ich alles auf eine Karte gesetzt und meine Flotten in Richtung ion und adr in Bewegung gesetzt. Es war klar, dass mich das gegenüber Frankreich verletzlich machen würde, aber zu dem Zeitpunkt zeichnete sich auch schon ab, dass Russland sehr stark werden würde und ich dachte, dass er klug genug wäre, um zu sehen, dass ein Stab gegen mich nur ihm selber schaden würde. Hab ich mich wohl getäuscht.

Und dann kam es wie es kommen musste…es zeigte sich relativ schnell, dass ein Solo Russlands sehr wahrscheinlich sein würde. Aber selbst dann ließ Frankreich nicht von mir ab, ich hätte zu dem Zeitpunkt immerhin noch behilflich sein können in Richtung England unterstützend gegen Russland tätig zu werden, aber dazu kam es leider nicht. Schade.

Zwischenzeitlich hatte ich noch die leise Hoffnung, dass England mir gegen Frankreich helfen könnte, aber der Druck von Russland wurde einfach zu stark für ihn, als dass er da was hätte in Bewegung setzen können. Das gleich gilt für Ägypten…tapfer gekämpft, aber auch da hat es einfach zu lange gedauert, bis Frankreich sich mit ihm auf den gemeinsamen Gegner Russland geeinigt hatte.

Noch mal, Gratulation an Russland, sehr gut gespielt, aber insgesamt trotzdem für mich schwer verständlich, wieso alle so lange gebraucht haben, um zu erkennen, wer hier in diesem Spiel der Solo Kandidat ist.

Bis zum nächsten Kampf :-)

Patrick
Zum Spiel .. MONP7

Diplomacy ist “Das Spiel” schlechthin!

Mai 12, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Regeln

Hier eine Einführung für interessierte Spielefreaks…

Startposition der 7 Nationen

Ihr seid 7 Spieler. 7 Nationen. Ihr wollt die Herrschaft über Europa erringen. Es ist das Jahr 1914. Ihr habe ein paar Einheiten. Doch Geld gibt es nicht, auch kein Würfelglück. Und rücke bis auf Los vor is auch nicht. Alles, was ihr habt, ist euer diplomatisches Geschick. Ihr braucht Freunde, Partner, könnt bzw müsst  Freundschaften, könnt Bündnisse schliessen – alles das braucht ihr, um voranzukommen. Denn:

Allein schafft ihr gar nichts.  Und um Allianzen zu bilden, müßt  ihr  kommunizieren, müßt Diplomat sein.

Doch Diplomaten haben stets ihre Ziele vor Augen und wissen: nur lieb Kind sein bringt euch auch nicht weiter. Irgendwann müßt ihr listig und intrigant werden, müsst Freundschaften über den Haufen werfen, Feinde gegeneinander ausspielen, Intrigen anzetteln, Fallen aufstellen und dafür sorgen, dass andere reintappen, denn die anderen werden das auch tun.

Alles wie in der richtigen Politik, wo die Diplomaten das grosse Rad drehen. Und: je höher du kommst, um so eisiger pfeift dir der Wind entgegen. Und irgendwo ist unser Spiel sogar dem Golf-Spiel ähnlich – im Grunde spielst du auch noch gegen dich selbst – gegen deinen inneren Schweinehund.

Das Spiel gibt es seit 1959 und es heisst, wie es ist – Diplomacy. Es wird weltweit gespielt, es gibt sogar Meisterschaften.  Wir spielen es hier per email.  Probiert es aus, es gibt nicht viele Regeln, aber um so mehr komplexe Situationen.  Schaut rein, macht ein Probespiel. Diplomacy wird euch nicht mehr loslassen. Einfach email senden an uns oder sich im Blog anmelden.

Links: Kurzeinweisung, Standard-Regeln mit vielen Beispielen

Schokoladeessen oder: “Spionage mit Schwung”

April 11, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Varianten

Die erste Spy-Variante (“Spy01″)  ist soeben zuendegegangen. Bei dieser anonyem Variante ist so ziemlich alles erlaubt:  Man kann Einheiten mit einem “Trafo”-Befehl umwandeln. solange diese nicht angegriffen werden  (also eine Flotte in eine Armee zum Beispiel), und – es kann spioniert werden: einmal pro Saison ist Spionagetag. Was heisst das:  wenn sonst nur anonym kommuniziert werden kann, so ist an ein solchen Tag die offene Kommunikation mit dem “echten” Länderherrscher möglich, freilich auch nur anonym.  Doch immerhin kann man verhandeln, besprechen, vereinbaren. Der anschliessende ZAT ist allerdings ein Frühjahrstermin. Das ist insofern fatal, als vor dem anschliessenden Herbstzug dann keine diskrete Kommunikation mehr möglich ist, was bedeutet: es müssen alle Eventualitäten bedacht und vorbesprochen werden. Keine leichte Aufgabe… Um so unteressanter ist die offene freilich auch anonyme Kommunikation über die “Züricher Zeitung”.  Was dort nicht alles zu lesen ist…  Wir publizieren in lockerer Folge einige “Pressehighlights”. Hier ein Bonmot zum Spielestand F1902…. (Pressemitteilung Nr. 81, im folgenden der Nachdruck..)

Spionage-Variante SPY01 - F1902

The Times, London
Der gestrige Diplomatenempfang auf Schloss „Schoen“bruenn war wieder einmal „das“ Ereignis! Alle Monarchen Europas waren gekommen, um der Kaiserin Bruennhilde auf ihrem Schloss ihre Aufwartung zu machen. Ausgelassen wurde getanzt, und in manche Nebenräume wollte man lieber nicht hineinschauen – was man nicht gesehen hat, hat nicht stattgefunden! „Jedes Los gewinnt“ – so lautete das Motto der Tombola, das die Kaiserin höchstpersönlich ausgewählt hatte. Denn sie wusste, wie leicht ihre Kollegen aus den Nachbarländern beleidigt sein konnten.
Im Fürst-Pückler-Flügel gab es Eiscreme – und es wurde gespielt. Beim „Schokoladeessen“ ging es lustig zu. Reihum wurde gewürfelt. Wer eine „6“ gewürfelt hatte, zog sich blitzschnell die Mütze über seine Krone, wickelte sich einen Seidenschal um seinen Hals, zog die weissen Handschuhe an und machte sich mit Messer und Gabel daran, ein umwickeltes Paket auszupacken. Die erste „6“ hatte Franz Ferdinand. Doch lange konnte er nicht auspacken. Schnell war Karl Theodor an der Reihe und konnte mächtig in Vorlage gehen. Schliesslich hatte der Commander in Chief beim Würfeln Erfolg. Hastig machte er weiter und hatte das Paket schon fast ausgepackt. Da hatte Mr Purple eine „6“ und konnte das Spiel für sich entscheiden. Vorsichtig öffnete er das Paket. Doch – oh Weh! – statt der erhofften Schokolade fand sich nur ein Stück Papier, auf dem nur ein Wort geschrieben stand – „Bud“. „Darauf muss ich erstmal einen kippen“, sagte Franz Ferdinand und verliess den Saal. Die drei anderen blieben am Tisch. „Ein brilliantes Spiel“, klang es. „Spielen wir noch eine Runde!“ Wir konnten nicht erkennen, was sodann auf den Zettel geschrieben wurde, aber es war wohl wieder ein Ort vom Balkan.
Zu Mitternacht gab es die übliche Maskerade. Bis zur Unkenntlichkeit verkleidet begaben sich die Beteiligten zu geheimnisvollen Gesprächen. Es wurde getuschelt, gewispert, hier und da gelangen Wortfetzen an nicht bestimmte Ohren. Eine Stimme hatte einen Akzent, wie man ihn sonst nur auf den Exlyxeenfeldern hört. Yberia mach ysch trafo .. keine confidance zu Kryschto.. marin.. mat und nord.a … woanders war das rollende „r“ nicht zu überhören .. brrrauche hilfe in swe.. soll doch…Indien..sonstwo..Eng..Bre… Später – in einer Ecke – sass die Gastgeberin eng zusammen mit – ja mit wem denn? Das war nicht zu erkennen. Aber es ging gleich um mehrere Länder, um Belgien, Holland und Dänemark und um die offene See. Zu hören gab es nichts, aber es ging ganz klar um einen Deal, sofern man das Wort in die Sprache des Landes, das Fremdwörter für gewöhnlich verabscheut (statt PC sagen sie ordinatör), nicht schon übersetzt hat. Und die beiden schienen sich einig zu sein.

George Owen
(Fortsetzung folgt)

“Ich bin halt nicht der Powergamer”

April 07, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Personen und Ereignisse

So sehen Siegertypen aus: Dirk Brüggemann, hier als Gewinner bei der BerliCon2011

Dirk Brüggemann ist eine VIP in unserem Metier, die besondere Beachtung verdient und nicht unterschätzt werden sollte. Denn dann gewinnt er nämlich, wie soeben bei der DM 2012 1. Runde. Der Kölner ist seit Ewigkeiten “im Geschäft”, ist international spieleerfahren (“New York – Rio – Tokyo”) und brilliert in unserer Kurzreportage mit seinem brillianten Erinnerungsvermögen selbst über erstaunliche Details aus der Spielehistorie. Wir erfahren näheres über seine Tätigkeit als Kassenwart beim Deutschen Diplomacy Verband, warum er den Ruf auf einen Lehrstuhl beim Rat der Weisen abgelehnt hat, was es mit dem “asiatischen Prinzip” auf sich hat, warum er immernoch nach Österreich fährt, obwohl da gar nicht mehr gespielt wird, und dann hatte er noch eine Travestiespielerfahrung…  Hier sind

Acht Statements von Dirk Brüggemann zu…

-> DM-Punktevergaben

Die Punktevergabe bei der DM finde ich konsequent. Die ursprüngliche Idee war ja, dass so viele Partien zustande kommen, dass jeweils nur der Gewinner sich sicher für die nächste Runde qualifiziert. Durch zu geringe Teilnehmerzahlen reicht nun leider oft schon ein zweiter oder dritter Platz aus. Das begünstigt Betonbündnisse, die bis zum Ende durchgezogen werden – so in der von mir geleiteten Partie DM1201. Auch in meiner Partie hätte ich möglicherweise anders spielen müssen, wenn Jochen mit dem 2. Platz nicht ebenfalls halbwegs sicher ins Halbfinale gekommen wäre. Die Punkte für die Plätze 2 – 7 sind aus meiner Sicht nur ein Hilfsmittel, um eine eindeutige Rangfolge für die Halbfinal-Qualifikation zu erhalten.

-> Spielevorlieben

Ich spiele häufiger mal NoPress, gerne auch Varianten – z.B. Modern. Normale Standard-Partien spiele ich selten, weil mir die Zeit dazu fehlt. Bei der DM bin ich aber regelmäßig dabei – auch als Spielleiter.

 -> Varianten

Varianten spiele ich gern. So habe ich auch bei diversen NoPress-Varianten-Turnieren mitgemacht. Die World2200-Variante hat mich vor einigen Jahren dazu veranlasst, das Auswertungsprogramm Realpolitik zu erweitern (Wings, Regelvarianten, mehr Farben, mehr Nationen), da zuvor die World-Variante nur von Hand ausgewertet werden konnte, was extrem zeitaufwändig und auch fehleranfällig war. Damals hatte ich zwei Wochen Lernurlaub, und wenn ich dann nachmittags nichts mehr lernen konnte/wollte, habe ich mich an der Programmierung versucht. Das war letztendlich das asiatische Prinzip: anschauen, was da ist, kopieren und erweitern. Für eine echte Neuentwicklung fehlen mir einfach die Programmierkenntnisse.

-> Ludo-Engagement

Mit dem RdW habe ich nichts zu tun – mal abgesehen davon, dass ich die meisten Jungs im Rat persönlich kenne. Einmal hat man versucht, mich zu berufen, aber ich habe aus Zeitmangel abgelehnt.

-> Face to Face / Internationale Events

FtF spiele ich seit 2004. Meine ersten Cons waren damals die FAT auf der Hohen Wand in Österreich und die EDC (Europameisterschaft) in Darmstadt. Beides auf völlig unterschiedliche Art beeindruckend. Die EDC war damals noch richtig groß, und ich hatte die Ehre, damals an einem Brett mit dem zu der Zeit noch völlig unbekannten Gwen Maggi zu spielen – heute einer der erfolgreichsten europäischen Diplomaten. International spiele ich eher selten. Zweimal war ich in Utrecht, dann auf der EDC in Como und der WDC in Den Haag. Bei den Weltmeisterschaften in Berlin (2006) und Wien (2008) war ich dabei, ebenso bei der Europameisterschaft in Bonn (2009).

-> Deutsche Cons

An den deutschen Cons schätze ich vor allem, dass dort nicht nur Diplomacy gespielt wird. Das Turnier und der Titelkampf sind nur ein  Teil des Ganzen. Dazu kommt dann, dass abends diverse andere Spiele gespielt werden  oder man einfach nur bei einem Bierchen zusammen hockt und quatscht. Ich bin halt nicht der Powergamer, dem es vor allem auf den Sieg ankommt. Echte Powergamer können auch ganz schön anstrengend sein, wenn z.B. endlose Diskussionen über das “richtige” Wertungssystem angezettelt werden.

-> Deutscher Diplomacy-Bund

Seit ein paar Jahren bin ich als Kassenwart im Vorstand des Deutschen Diplomacy Bund e.V. und helfe bei der Abrechnung der von uns organisierten Cons (BerliCon, Waldkappel, Variantentage). Leider sind die Teilnehmerzahlen zuletzt stark zurückgegangen.

-> Wie alles begann

Zu Diplomacy bin ich erst im Jahr 2000 gekommen, als mich ein Bekannter an der Uni fragte, ob ich nicht Lust hätte bei einer privaten Partie mitzumachen. Ich fand das interessant und habe das mal ausprobiert. Ausgewertet wurde über die Lepanto-Plattform, weil der Spielleiter in Aachen studierte und jemand von den Lepanto-Machern kannte. Später ist der Bekannte dann auf Ludomaniac gestoßen und hat mich auch darauf aufmerksam gemacht.

In 2001 habe ich dann meine Anfänger-Partie gespielt (Partie 297). Diese hat der Russe schon 1907 mit einem Solo gewonnen. Im Nachhinein zeigt sich auch warum. “Max Rabe” war nur ein Pseudonym für Torsten Postier, der als erfahrener Spieler diese Anfängerpartie nach Belieben dominiert hat. Ich war Österreich-Ungarn und schon 1904 tot.

Damit hatte ich die Kriterien für einen B-Spieler nicht erfüllt und habe daher eine zweite Anfänger-Partie gespielt (Partie 303). Spielleiter in der 303 war Sebastian Beer, der später auch (mit anderen Wienern) von 2004 bis 2009  FAT organisiert hat, die österreichische Diplomacy-Meisterschaft. Seit 2010 wird auf der FAT kein Diplomacy mehr gespielt, aber ich fahre noch immer gern dort hin, denn das ist nun ein immer wieder sehr nettes Spielewochenende.

Doch zurück zu meiner Einsteigerpartie. Hätte ich nicht schon Vorerfahrungen gehabt, wäre das vielleicht auch meine letzte Partie auf Ludomaniac gewesen. Am Ende war ich der einzige Spieler, der von der Ursprungsbesetzung noch übrig war.

Besonders ärgerlich fand ich damals, dass als Ersatz-Russe mit Timo Müller einer der damals besten Russland-Spieler einstieg, der sofort alle Absprachen über den Haufen warf und dadurch meine gute Position vollkommen kaputt machte.

Später habe ich dann auch mal eine Partie gespielt, in der mir ein Mitspieler gestanden hat, dass “er” unter Pseudonym spielt und in Wahrheit eine Frau ist, aber wegen schlechter Erfahrungen im Netz nicht als solche auftreten wollte.

 

Dirk Brüggemann: Veni vidi vici (DM 2012 1. Runde)

April 07, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Kommentare, EoG

Ein zurückhaltender Stratege: Dirk Brüggemann

Dirk Brüggemann machte das Rennen in der DM Saison 2012 1. Runde. Mit 10 VZ erreichte er 208 Punkte im Spiel DM1214. Im folgenden gibt er sein EoG ab..

DM2012 / End of Game  DM1214 / von Dirk Brüggemann

Gewonnen hab’ ich ja nur eine der 15 Partien der 1. Vorrunde der DM 2012/2013. Ganz oben in der Rangliste steht ich nur deshalb, weil ich noch 8 Bonuspunkte aus der letzten DM habe. Ansonsten stehe ich auf einer Stufe mit den übrigen 10 Allein-Ersten der 1. Vorrunde. In den anderen vier Partien gab es geteilte 1. Plätze und damit keine sichere Halbfinal-Quali.

Meine Partie stand zunächst unter keinem guten Stern: schon im ersten Jahr flog der Russe wegen NMR raus, als die Partie dann weiterging hat Deutschland keine Aufbauten angegeben. Dann stieg der Deutsche aus zeitlichen Gründen aus. Der Spielleiter suchte dann auch noch versehentlich Ersatz für Österreich (also mich) statt Russland, und stiftete so Verwirrung bei meinen Mitspielern. Als Ersatz für R und D kamen zwei Spieler, die beide schon in DM 1204 aktiv waren. Da haben sich dann gleich die Jungs von DM1204 bei der Turnierleitung beschwert.

Als Konsequenz wurden die Ersatzspieler ausgewechselt, was bei uns verbliebenen Spielern angesichts der weiteren Verzögerung und Einstellung auf wieder neue Mitspieler auf wenig Gegenliebe stieß. Die Partie war danach weiter von ständigen ZAT-Verschiebungen und einem weiteren, durch NMR verursachten Wechsel geplagt (England ging).

Ab und zu wurde da auch mal gespielt. Zu Beginn lief noch alles halbwegs normal. Ungewöhnlich war nur, dass England in den Kanal eröffnete, und dass ich mit Russland ein freies Galizien ohne Bounce vereinbart hatte, und das auch wirklich frei blieb.

Das nutzte der diplomatisch umtriebige Franzose (Julian Joost, ein Spieler mit viel Potenzial) dann aus, um Propaganda bei Italien und Türkei gegen mich zu machen. Mit dem Türken (Mathias Claßen) hatte ich Pläne gegen Russland geschmiedet, Italien (Altmeister Jochen Schulz) schwieg dagegen beharrlich, was mich nicht gerade mit Vertrauen erfüllte. Leider zeigte sich früh, dass Mathias es mit Absprachen nicht so genau nahm. Wenn ihm ein Zug nicht passte, sagte er dennoch zu und machte dann etwas anderes, und begründete das dann damit, dass er vom Franzosen gehört habe, dass ich ihn angreifen wolle. Wie soll man da zu einer vernünftigen Kooperation kommen? Mangels Alternative wollte ich Mathias aber eine Chance geben. Vereinbart war, dass ich seine A Bul nach Rum bringe und er zugleich einen Konvoi nach Arm macht, um Russland in einem Zug Rum und Sev zu nehmen. Stattdessen zog Italien in die Adria, und Mathias ließ die A Con nach Bul nachrücken. Damit war absehbar, dass im Herbst Angriffe auf Gre und Tri kommen würden. Und so war es dann auch. Zum Glück intervenierte Frankreich zu meinen Gunsten beim neuen Russen (Julian hatte ja ein Interesse daran, dass es auf dem Balkan keinen Sieger gab),  und ich konnte Tri halten und Gre gegen Bul tauschen. Der Aufbau ging an Italien statt an die Türkei, was mir nur fair erschien, da Jochen mich ja nicht belogen, sondern nur ohne Verhandlungen angegriffen hatte.

Deutschland hatte derweil dank Stillhalten seiner Nachbarn die Aufbauten nachholen können. Frankreich baute gegen England auf, in Italien gab es eine weitere anti-österreichische Armee. Italien drohte nun sehr stark zu werden. Frankreich drängte Mathias massiv zu einem Bündniswechsel, auch ich versuchte alles, um ihn davon zu überzeugen, dass ein Bündnis mit Italien nur Jochen nutzen würde. Bei allen Meinungsverschiedenheiten mit Mathias fand ich es sehr positiv, dass er immer für Verhandlungen offen war. Es kam ein Deal zustande, ich opferte Triest und brachte mich für eine Rückeroberung in Stellung, vernichtete die italienische A Gre und ließ Mathias zurück nach Bulgarien. Zugleich startete Deutschland einen Harakiri-Russlandfeldzug mit Konvoi nach Livland und Einmarsch in Preußen und Schlesien. Frankreich bemühte sich derweil um Besetzung der Insel.

Da Deutschland und Frankreich nun offenbar beste Freunde waren und die Gefahr bestand, dass diese das Brett überrollen, beschlossen Mathias und ich, dass Russland geschont werden müsse. Mathias zog aus Sev wieder ab, und es gelang uns, Russland und England zu einem gemeinsamen Angriff auf das deutsche VZ Den zu bewegen. Dass War an D ging war aber nicht zu verhindern. Im Herbst 1903 hatte ich Gre zurückerobert und Tri gehalten, Italien war runter auf vier VZ. Der französische Englandfeldzug gestaltete sich mangels deutscher Hilfe für mich erfreulich zäh, und Deutschland konnte trotz Gewinn von War nicht aufbauen, da Den verloren war.

England konnte dank Besetzung von Den sogar aufbauen.

DM1214 Stand Herbst1903

VZ-Verteilung im Winter 1903:

Austria: 5

England: 5

France:  6

Germany: 5

Italy:   4

Russia:  4

Turkey:  5

Für den weiteren Russland-Feldzug brauchte Deutschland nun meine Hilfe. Italien war angesichts der neuen Lage plötzlich gesprächsbereit und bot sich mir als Juniorpartner an. Da nur Italien in der Lage war, den sich abzeichnenden Sieg Frankreichs zu verhindern, war ich sehr an einem Bündnis mit Italien interessiert. Gegenüber meinen Mitspielern versuchte ich ein solches Bündnis aber als ausgeschlossen hinzustellen, auch wenn z.B. Deutschland sogar seine Vermittlung anbot. Mit Türkei und Russland vereinbarte ich gemeinsame Züge gegen Italien und Deutschland, die mir die Chance gaben den Türken zu stabben. Das war aus meiner Sicht zwingend, denn bei einer weiteren Zusammenarbeit mit Mathias wäre ich zum einen extrem von ihm abhängig gewesen, zum anderen hätte sich Frankreich noch ein paar italienische VZ abgreifen können und die Partie locker gewonnen. Da war das Risiko eines Bündnisses mit Italien deutlich geringer. Die Entscheidung erwies sich als sehr gut. Italien hielt sich an die Absprachen, Deutschland konnte ich “bedauerlicherweise” bei der Verteidigung von War nicht aktiv helfen und holte mir stattdessen Rum.

Die von mir vorgeschlagenen Züge zur sicheren Verteidigung von War schlug Dominik in den Wind und wurde mit dem Verlust von War “belohnt”. Gre trat ich an Italien ab, meine Flotte wurde vernichtet, und Jochen und ich bauten je eine Armee auf. Deutschland brach den Russland-Feldzug daraufhin ab, löste A War auf und baute F Kiel nach, offenbar um in Skandinavien aktiv zu werden. Mathias machte sich derweil über den Stab lustig, da es so aussah als würde nur Italien profitieren. Auf der Insel musste England leider abbauen, da er nicht in der Lage war sich mit Russland vernünftig zu einigen und völlig unnötigerweise Den wieder verloren hatte. Auch der Abbau (A Yor) war aus meiner Sicht eine schlechte Wahl.

Russland konnte sich leider immer noch nicht vom Türken trennen, aber das Bündnis mit Italien war nun stabil genug, dass wir dennoch die türkische Bul-Flotte vernichten und eine italienische Flotte nach Westen schicken konnten. Im Herbst verlor England das Ratespiel um Liverpool, und Mathias verlor Bul und Smy. Jetzt war das Ende der Türkei absehbar. Deutschland hatte sich stabilisiert und in die Heimat zurückgezogen. Mit Russland konnte ich mich nun endlich einigen und vereinbarte eine Durchzugsgenehmigung für Sev. Im Herbst stand ich dann in Con und Arm.

Gleichzeitig machte ich zusammen mit Jochen und Christoph Druck auf Deutschland. Pru, Sil, Boh und Tyr wurden besetzt. Leider hatte Frankreich ein weiteres englisches VZ erobert und konnte aufbauen.

DM1214 Stand Winter 1906

VZ-Verteilung im Winter 1906:

Austria: 7

England: 2

France:  8

Germany: 6

Italy:   6

Russia:  4

Turkey:  1

Es lief nun alles auf ein Rennen der Bündnisse Ö/I/R und F/D hinaus. England war leider nur begrenzt zu beeinflussen. Christoph (R) und Dominik (D) kamen offensichtlich nicht miteinander klar, was ein großer Vorteil für mich war, da ein Bündnis R/D extrem unwahrscheinlich war – sehr zum Leidwesen Frankreichs, das Russland gern zu einem Juniorpartner bei F/D/R gemacht hätte. Wäre alles seinen normalen Gang gegangen, wäre die Partie in Russland entschieden worden. Die englischen, skandinavischen und nordrussischen VZ wären an F/D gegangen, die südrussischen an mich, und War/Mos wären die Zünglein an der Waage gewesen – modulo Abschenken. Doch zu unserem Glück und Julians Pech hatte Julian zeitweise nur wenig Zeit für die Partie (u.a. Vertretung seines Bruders im DM-Finale) und musste die Planung an Dominik übergeben. So kamen Jochen und ich zu unerwarteten Erfolgen. Ber, Mun und Mar fielen an uns, das letzte türkische VZ wurde besetzt, und aus strategischen Gründen musste ich Sev besetzen. Ich konnte das Risiko nicht eingehen, dass Russland doch die Fronten wechselt und womöglich im Süden aufbaut, und musste stets in der Lage sein dort zur Not vollendete Tatsachen zu schaffen. Zum Glück war das nicht nötig. Im Herbst 1908 war die Lage so eindeutig, dass Frankreich einen Kapitulationsvertrag anbot.

Da die letzten beiden Jahre auf eine unnötige Demütigung von F/D und ggf. auch auf Abschenkorgien hinausgelaufen wären, waren auch Jochen und ich bereit, den Vertrag zu akzeptieren. So konnte auch ein Angriff auf Russland vermieden werden. Russland bekam, was ich ihm zugesagt hatte: den vierten Platz vor Deutschland. So beendete ich die Partie im Herbst 1908 als Sieger vor meinem Bündnispartner Jochen und Julian auf Platz 3. Eine zunächst anstrengende und nervige Partie hatte ein für mich versöhnliches Ende gefunden.

DM1214 Endstand Herbst 1908

Finale VZ-Verteilung:

1. Österreich: 10 VZ

2. Italien: 9 VZ

3. Frankreich: 8 VZ

4. Russland: 4 VZ

5. Deutschland: 3 VZ

So. Jetzt habe ich endlich den längst überfälligen EOG-Kommentar geschrieben.

Dirk Brüggemann

Frohe friedvolle Ostern

April 07, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Personen und Ereignisse

Ostereier bemalen - eine Familientradition

Welch eine Welt! Drei Tage vor Ostern führt sie den Erstschlag in der Literatur ein, um dann am Ostersonntag erneut  Urbi und Orbi zu predigen. Zeitgemäße ungelöste Fragen wie die Haltung zu Kondomen und zu Schwangerschaftsabbrüchen infolge Vergewaltigung vergessen wir da einfach für einige Zeit – es sind ja Feiertage (aufgeschoben ist nicht aufgehoben!).  Da können wir nur eines tun: uns auf unsere wahrhaft friedlichen Traditionen besinnen und am Samstag Nachmittag, so wie ich es zum Beispiel von kleinauf gewohnt bin, im Familienkreise Ostereier bemalen. Hier ein paar Muster, gemalt von meiner Mutter vor mehr als 10 Jahren, noch heute, lange nach ihrem Tode, in schöner Weise existent.

Promotion-Entwurf mit Zarin Katharina

Was hat das alles mit Dip zu tun, fragt ihr euch nun, womit ihr natürlich recht habt!  Aber ich bin auf diese Frage vorbereitet: Nun – die Kirche, für die wir dieses Fest feiern,  hat stets alle Kriege „abgesegnet”, für Gott, … und das Vaterland (die Reihenfolge ist wichtig; die Punkte, die teils für Bezüge aus der dunklen Historie stehen,  mag jeder nach eigenem Geschmack ersetzen).  Und wir spielen hier Krieg, wenn auch ohne Blutvergiessen und Verlusten an Material!  Damit ist also auch unser Spiel vom kirchlichen Segen „abgedeckt“.

Und wir betätigen uns zum Osterfest auch noch kreativ!  Da liegt das Bemalen von Ostereiern mit Dipmotiven geradezu auf der Hand, um Verständnis bei der Familie buhlend.

Promotion-Entwurf mit geschichtlichem Bezug

Und wer gerade in Schwung gekommen ist, kann ja gleich noch die Ich-liebe-Diplomacy-Aktion abarbeiten, für die wir ausgerufen haben. Die Teilnahme ist wie der Frühlingsbeginn – eher schleppend! Auch hier ein zwei  eingegangene Entwürfe als Aufwecker und Ansporner. Wir wollen euch motivieren, etwas witziges zu fabrizieren. Vielleicht hast gerade du die visuelle Idee, die unserem Spiel mehr Publicity verschafft! Also: wir wünschen uns ganz viele Einsendungen, besonders auch von den Herren Spielleitern und den Vertretern der Macht!  Vielleicht auch von Gelegenheitsspielern, Sozialpunkte, insbesonder “negative” spielen hier wirklich keine Rolle. Alle können mitmachen. Und:  was bei allem ganz wichtig ist:   relaxen, geniessen, unser Spiel möge dazu seinen „friedlichen“ Teil beitragen.

Zum 6. Mal in Hannover: CHILL OUT CON

Nach dem Osterfest sehen wir dann mit Spannung einem beliebten Event entgegen, nämlich dem Chill out Con VI, organisiert zum xsten Mal von Stefan Unger, wie immer in Hannover, Gleisdreieck, 13.-15. April. Hierzu erfolgt ein separater Aufruf in Kürze, heute vorsorglich der Link auf seine Website. Wer sanft und liebevoll in die Finessen des Spiels eingeführt werden möchte, dabei mit Cracks und Profis ein Bier trinken und sonst relaxed ein Wochenende im Spieleumfeld verbringen möchte, dem sei gesagt: rechtzeitig anmelden und das Ereignis nicht versäumen!

Also in diesem Sinne: Ich wünsche euch allen Frohe und friedliche Ostern!

Christian Reichardt

iDip 3.0 und andere Ostergeschenke für die Lieben

April 02, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Fun

Ostern, das Fest der Liebe und der Barmherzigkeit,  steht vor der Tür. Wir erwarten den jährlichen Segen von Onkel Dirk aus Lüneburg “Stabb as stabb can” und gehen in uns. Manche unter uns bemalen Eier selbst, nicht indem sie sie emotionslos in Farbmischungen kochen, sondern indem sie Pinsel und Farben benutzen (IN). Denn das in letzer Minute Kaufen von  gefärbten Eiern gilt als rückständig (OUT). Andere schenken sich sogar noch eine Kleinigkeit. Nur was? Gar nicht so einfach kreativ zu sein, wenn man doch schon alles hat!  Abschenken ist nicht opportun! Und Liebe schenken ist ja auch nicht der Hit!  Hier unsere Geschenkideen…

iDip3.0

Als Einstieg in die Welt der Intrigen und Gemeinheiten empfehlen wir das IDip 3.0, das Basismodell in der Grundausstattung. Hier gilt: intensives Verhandeln und rechtzeitige Zugabgabe schützen vor Frust und sonstigen psychologischen Rückschlägen.. Internetanschluss separat zu bestellen.

 

 

 

 

 

 

iDip "Solitaire"

Für die Autisten unter uns bietet sich die “Solitaire”-Version an. Motto: Man kann sich ja auch selbst besiegen, wenn man es geschickt anstellt. Lieferbar in allen Basisfarben. Für 1 bis 1 Spieler, Zeitbedarf ca 3 Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

iStabb

Schliesslich für die Fortgeschrittenen das iDip  Version “Stabb”, das sich bereits jetzt den offiziösen Namen “iStabb” erworben hat. In der Grundversion lieferbar  mit Sonderfunktionen für besondere Gemeinheiten wie “Totenkopf” oder “Stinkefinger” für zusätzlichen Spielspass. Weitere “Linkies” auch als Apps zu beziehen bei der Redaktion oder beim RdW (Identitätsnachweis). Im Set mitgeliefert ist ein Erste-Hilfe-Koffer. Ab 18 Jahren freigegeben.

 

 

 

 

 

 

 

Na da bleibt der Redaktion nur, allen Spielern  “Frohe Ostern” zu wünschen und zu hoffen, dass in diesen Tagen viel gespielt wird mit den neuen Unterhaltungsgegenständen…)

Aldi, Mac Donalds und jetzt das!

März 29, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Fun

Abkürzungen, die kein Erbarmen kennen

Ich erinnere mich noch, als in den 70er Jahren zu meiner Schulzeit die ersten Aldi-Läden öffneten. Die graue Masse guckte misstrauisch rein, und viele sagten: “Ih, da kauft man doch nicht”. Ungefähr zeitgleich analysierten wir im Deutschunterricht “Saisonbeginn” von Elisabeth Langgässer – kein Zufall?  Etwas später öffneten die ersten Mac-Donald-Läden, und wir standen auch Schlange, frassen was das Zeug hielt und fühlten uns wie Erwachsene auf der Route 66.  Doch auch diese Zeit war durchsetzt von vielen Verweigerern, die sagten “da isst man doch nicht”. Da gehörte Elisabeth Langgässer schon nicht mehr zum Pflichtstoff. Heute wissen wir, dass beide Einzelhandelsketten milliardenschwere Giganten sind, dass man in dem einen Markenartikel kaufen kann, und dass selbst Professoren dort ihren Champagner kaufen, der im Blindtest die Bestnote erzielt hat und halb soviel kostet wie die Witwe Bolto. Und Männerfitnessmagazine loben die “ausgewogene” Kost, und wenn man ganz viel Sport macht, kann man auch alles hervorragend verdauen.

Wasser 24 Grad, Luft 24 Grad, VZ +3

Ähnliches Misstrauen empfinde ich nunmehr – nach so vielen Lebensjahren – erneut, wenn ich die Ressentiments bei unserer Frühjahrspromotion beobachte. Entweder ihr seid alle satt, oder es juckt euch nicht besonders, oder es geht euch sowieso alles am Ast vorbei, die Resonanz ist bisher eher seise.

Daher ergeht erneut ein Aufruf, und ich gelobe, euch solange mit meiner Visage zu belagern, bis alle, aber auch wirklich alle, ihr Bild gemalt haben und wir alle dann abstimmen. Ich wünsche mir jedenfalls viele witzige Darstellungen rund um die “Ich mag Diplomacy Geschichte”. Das sind wir Dirk schuldig – nein, das verkneife ich mir.  Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es irgendjemanden unter euch gibt, der nicht in witziger Weise über unsere Community nachdenkt und das nicht auch kreativ zu Papier bringen könnte.

Also bitte ich Euch: Macht mit, bastelt an eurer Collage, schickt sie her, lasst andere sie bestaunen. Es ist die Zeit, in der neue Picassos und Hundertwasser und Bernsteins gesucht werden. Das könnt ihr euch doch nicht entgehen lassen!

Weitere Informationen zum Wettbewerb findet ihr hier.