Ludonews

Rund um das Diplomacy-Spiel – von Christian Reichardt
Subscribe

Von der “Allergia para la construzione di pagina primera”

Mai 05, 2013 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Kommentare, EoG

Hallo Kollegen,

_DSC02033nicht nur die Welt steckt in einer (Ziel-)Krise, auch unser Spiel hängt durch, und auch ich hatte mich festgefahren. Bei mir war die Diagnose klar – die seltene  Erkrankung mit Namen “Allergia para la construcia di pagina primera di communicatione della interneta“ (lateinisch:  „Startseitenbestückungsallergie“) –  doch nicht nur diese. Zur allgemeinen Krise kam auch noch eine berufliche und eine private. Im Herbst kam so richtig alles zusammen. Die letzten beiden lasse ich einfach hier weg. Zu unserem Dip-Dasein will ich aber was sagen.

Am Anfang war ich Feuer und Flamme, als Dirk mir gesagt hatte „Na dann mach doch!“.  Hatte 1000 Ideen, Inspirationen, war genau meine Welt. Doch die Resonanz war mehr als bescheiden. Dazu Widrigkeiten mit dem Bestehenden a la  „Oben rechts ein separates Telex-Feld – das läßt sich nicht programmieren“,  „linke Spalte – bitte nicht!“  Mir war klar geworden, dass ich auf der Startseite nur ein Mittelfeldbestücker (Manchmal dachte ich sogar, nur ein “Libero” zu sein) sein würde,  was mir nicht genügt. Also hatte ich dank der Unterstützung von Christian Lankenau eine separate Newsplattform, die Diplomacy News eingerichtet. Diese gefällt mir  nach wie vor richtig klasse, macht manchmal richtig Spass, ein Interview zu lancieren oder eine Fotoreportage von einem Face to face to placieren. Aber auch hier – keine Resonanz! Oder: nicht genügend Resonanz!

Wir schrumpfen:  Unser altes Thema – die Community schrumpft, und allen ist es schegal!  Da brauchen wir nicht einmal äußere Krisen, wir sind im Prinzip völlig mit uns selbst beschäftigt!

Der Tod von Calhamer ging mir nahe. Die Meldung war bei uns von den Verantwortlichen missmutig aufgenommen worden, wie ich verstanden hate, so nach dem Motto  „muss  ne Meldung schreiben“ .  Für mich war das ehrlich gesagt eine  totale Enttäuschung. Calhamer war derjenige, dem wir unsere Community verdanken! Er hat ein Spiel kreiert, das seinesgleichen sucht, weil es nicht von Würfelglück oder Rücke-über-Los-und-erhalte-Karten abhängt, sondern ausschliesslich von unserer Performance – hat man so etwas jemals erlebt? Adrenalin und Panik, Nägelkauen und Bauchkrämpfe, Muliple Orgasmen und Frohlocken, alles kann man in diesem Spiel erleben. Und sind wir doch ehrlich – deswegen machen wir es doch auch!  Deswegen fahren wir auf ein Wochenende nach Hannover oder Wiesbaden oder in europäische   fernere Städte! Es ist die Lust, es wissen zu wollen, was in uns drinne steckt, an Kommunikationsfähigkeit, an Hinterfotzigkeit, an List und Schläue (man verzeihe mir diese Worte), an Taktik und Strategie. Man will leiden und auch gewinnen. Calhamer hat das geschafft, was mit Flipperautomaten oder auf dem Baseballplatz kaum zu realisieren ist. Auch das Mensch-ärgere-dich-nicht fällt da zurück. Am ehesten passt noch Golf! Kann ich nicht selbst bestätigen, wurde mir aber glaubhaft versichert übrigens von meinem alten Staatsrechtsprofessor Karl Doehring, der sagte „du spielst nur gegen dich selbst“.

Osterpromotion: Ein weitere Schlappe, meine eigene Schlappe!  Hatte liebevoll Frames gebastelt und mit Eigenkritik aufgefüllt, zum Nachmachen sozusagen.  Dachte, auf einmal sind alle kreativ. Denkste! Es kamen drei ein halb Rückmeldungen. Toll, aber zu wenig. Werden wir noch honorieren, aber erst mal hatte ich einen wirklichen interruptus.

Spieler-Schwund:  Hatte vor kurzem folgende Assoziationen:  ich lebe in einem Land unter Menschen, die keinerlei Beziehung zur Obrigkeit haben (Mit Begeisterung erzähle ich von Deutschland und von der Schweiz, beide Länder leben Demokratie vor – allen voran die Schweiz -  was mir nur Gegenwind einbringt – was gehts uns an, wir müssen hier klarkommen). Menschen also, die von der Obrigkeit auch nichts mehr erwarten. Konsequenzen: das Interesse am Gemeingeschehen verschwindet mit der Zeit, die Betroffenen wenden sich ab, zunächst innerlich, dann mit sichtbaren Aktivitäten:  die einen wandern aus, die anderen transferieren ihr Vermögen ins Ausland, eine Teilnahme am Staatsgeschehen lehnen alle ab, kann man sich nur die Finger verbrennen.  Die Obrigkeit bemerkt das alles, ist aber ohnmächtig und glaubt, mit schärferen Gesetzen ihr System zu erhalten. So das aktuelle Russland. Kennt ihr den Witz über Ulbricht – der letzte macht das Licht aus?  War doch ganz ähnlich.  Ist es nicht ähnlich bei uns auch?

Zu uns:  einige von uns arbeiten mit Begeisterung an unsem Gemeinwesen „Ludomaniac“.  Organisieren zum Beispiel Face to Face. Danke an Andre und an Frerk für soeben oder an Fabian für letzten Sommer. In diesem Zusammenhang auch Respekt für Stefan Unger mit seiner Hannover-Gleisdreieck-Veranstaltung!  Grossen Respekt! Fabians Face to face war grosse Klasse, ihr habt es alle gelesen.

DM: Jetzt haben wir das Phänomen, dass keine Resonanz besteht. Nur einige der üblichen Verdächtigen, nämlich 8 Personen, gaben ein positives Feedback. Jetzt fragt sich Andre, wie auch ich verwundert bin:  wo sind all die engagierten Spielleiter, die interessierten Spieler, die Vertreter der Obrigkeit, des RdW?  Habt ihr keine Meinung, keine Ambitionen, unsere Community zu fördern?  Die DM ist ein Event, das jeden, der hier Verantwortung übernommen hat, interessieren muss. Bei wem dies nicht der Fall ist, aus welchen Gründen auch immer, der soll doch bitte dies mitteilen. Es ist das Schweigen, dass misstrauisch macht. Unsere RdW-Mitglieder sind strategisch über das ganze Land verteilt, unter anderem auch in Berlin ansässig. Wirklich kein Interesse, die Community in unmittelbarer Nachbarschaft zu fördern?

Rennleitung: Letztes Jahr im März wurde Nils Menninger zum Rat der Weisen ernannt, womit er Jörg Weiss ersetzte. Geht man heute auf die RdW-Unterseite, so sucht man dort unter den 7 Überfliegern nach Nils vergeblich. Stattdessen findet man in aller Manier  wie gehabt Jörg Weiss. Ein Jahr ist vergangen seit der Änderung. Ist niemand von euch interessiert, die Seite mit einem knackigen Lebenslauf von Nils auf den neuesten Stand zu bringen (Würde ich ja machen,habe aber keinen Zugang)?

Spiele werde nicht voll.World War IV wurde am 4.12.2011 ausgerufen. Bis heute haben sich ganze 9 Personen (von 35) angemeldet, der letzte am 25. August vergangenen Jahres. Was ist los?   Chaos, die Tortenschlacht bei Ludo, – hier werden 34 Teilnehmer (für je 1 VZ) erwartet, wurde am 25. Mai 2012 ausgerufen. 14 Teilnehmer sind gezählt, mit meiner jetzigen Anmeldung werden wir  15. Lassen wir noch 2 anmelden, dann könnten wir mit 17 Teilnehmern starten, dann hätte jeder 2 VZ, das wäre doch ein schöner kompromittierender Start. Fun II 3 von Ulrich Degwitz verzeichnet überhaupt nur einen Anmelder, vielleicht aber auch deshalb, weil nicht so richtig offensichtlich ist, welche Regeln gelten.. Mein DO IT YOURSELF – die Variante, bei der auf dem Standardbrett jeder selbst bestimmt, mit welchen Einheiten er starten möchte, also uB wäre ein Flotte Rom möglich, auch eine F Stp (nc), etc, ist zum Glück gerade voll geworden, mein zweites Spiel als Spielleiter – die Anmelderei hat auch einige Monate gedauert. Insgesamt also eine Herumkrebserei, die auch nicht gesund ist.

Nicht viel besser steht es bei den Face to face, siehe Wiesbaden, Hannover in diesem Jahr, von Berlin ist derzeit nicht die Rede.

Es ist in unserer Community von lieben Worten wie von Kakao mit Sahne und leckerer Torte die Rede. Tatsächlich hat Ludomaniac einen Brandcharakter. Ich habe als Jurist in einer Ochsentour das Marketing hart erlernt. Könnte euch noch heute einiges von der Positionierung von merci oder drei wetter taft runterleiern …)  Habe auch  verstanden, dass man Brands pflegen muss. Da sind einmal die Wettbewerber, dann die Verbraucher, dann die eigenen Zwänge und Bedürfnisse, schliesslich der Lebenszyklus einer Marke und die allgemeinen Marketingregeln. Alles ist im Fluss, und es gilt, die Marke stets den Bedürfnissen von allen Seiten anzupassen und strategisch auszurichten. Nur dann hat man eine Überlebenschance auf lange Sicht. Mit anderen Worten arbeiten Kraft und Nestle an ihren Kakao-Marken permanent.  Wir sollten im Rahmen unserer Möglichkeiten das auch tun.

Es gibt ja Ansätze. Zum Beispiel die Youtube-Aktion von Daniel Leinich!   Oder eben private und offizielle Events wie von Andre, Frerk, Stefan und Fabian. Mit der Website oder den Websites operieren..   Und Spielleiterengagements und und und.  Aber dem ist nicht genug.

Meine Gedanken sind:  wir brauchen ein Team von Interessierten, die aktiv mitmachen, mitgestalten, die in verschiedenen Projektgruppen gemeinsam Konzeptionen erarbeiten, wir dann umsetzen.

Folgende Projektgruppen sehe ich schon heute:

1.Ludomaniac, Standortbestimmung und strategische Ausrichtung

2.Mitgliederwerbung überall

3.Spenden- und Sponsoren

4.Promotion und Motivationen

5.Face to face und Events,

6.Website und Infosysteme,

- weitere Projektgruppenvorschläge bitte von euch. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Diese Arbeitsgruppen unabhängig von bestehenden Organen, aber natürlich im Rahmen der bisherigen abgestimmten Politik vorgehend. Meiner Meinung können wir uns per email mit Rundschreiben verständigen, in regelmäßigen Abständen sicherlich auch Skype- oder Telefonkonferenzen organisieren, vielleicht kennt jemand auch ein Chat-Programm, wo wir kommunizieren können.

Es ist meine Absicht zu helfen, den Schritt in die richtige Richtung zu machen, damit wir alle – und noch einige viele Neue mehr – richtig Lust wieder bekommen auf dieses geniale Spiel. Das wäre sicherlich auch im Sinne von Calhamer, dem wir gedenken.

Bitte gebt euer Feedback, in welcher Form auch immer. Schreibt, mault, macht Vorschläge, kritisiert, meldet euch an, macht den Spielleiter, egal wo, egal auf welche Weise. Der Mai gibt uns naturgemäß einen Hormon- und Motivationsschub. Nutzen wir ihn für unsere gemeinsame Sache, bringen wir uns ein. Zusammen sind wir stark und erfolgreich!

So, das musste ich jetzt mal loswerden. Bitte um Nachsicht auch!

Euer Christian Reichardt

 

 

 

 

 

 

Michael Pock: Hessisch-Sibirien als “Experiment”

Oktober 27, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Personen und Ereignisse

Michael Pock, Präsident DDB

Als Präsident des DDB, wohinter sich der Deutsche Diplomacy Bund versteckt, weilt er schon einige Monate. Zeit also für ein Interview. Er erzählt von seinen Visionen, zeigt, dass er reimen kann und auch sonst nicht verlegen ist. Mit Hessisch-Sibirien ist übrigens der Ort “Waldkappel” gemeint. Wir stellen vor:  Michael Pock!

Frisch gebackener praesident. Dabei bei ludo erst seit 2006 gelistet ohne aemter. Wie kommt man zu so einem job, ohne zuvor im rdw gewesen zu sein?

Ludomaniac und der DDB sind unabhängig, der DDB kümmert sich ausschliesslich um Face-to-Face-Turniere. Im DDB war ich schon vorher aktiv tätig, erst als Kassenprüfer und dann als Beisitzer des Vorstandes. Nachdem Daniel keine Zeit mehr für den Posten des 1. Vorsitzenden hatte, habe ich angeboten, diese Rolle zu übernehmen.

Deine einschaetzung der jetzigen situation des ddb bitte

Allgemein ist die Lage momentan schwierig, da die letzten Jahre die Anzahl der Anmeldungen bei Conventions zurückging. Auch gibt es immer weniger Mitglieder, die selber Zeit und Lust haben, aktiv mitzuhelfen, z.B. durch Organisation von Conventions.

Deine ziele, visionen als praesident?

Mein Ziel ist natürlich, dass in Zukunft mehr Teilnehmer bei den Conventions mitmachen und insgesamt mehr Spieler für Diplomacy zu begeistern.

Wie willst du diese umsetzen?

Leicht ist dies nicht. Aber mit Waldkappel möchte ich ein Experiment starten: Dadurch, dass es kein Turnier mehr ist, trauen sich hoffentlich mehr Spieler her, die bisher nur per E-Mail gespielt haben. Auch könnte es helfen, bei allgemeinen Spiele-Conventions teilzunehmen, dort kann man viele Leute treffen, die man auch für Diplomacy begeistern kann. Zum Beispiel wird Felix Happich bei der Salinen-Con ein Brett organisieren.

Wie bist du ueberhaupt zu dip gestossen? Hat das was mit deiner erziehung zu tun?

Das erste mal habe ich von Diplomacy geschätzt als 12-jähriger in einem Zeitungsartikel gelesen. Die Beschreibung, wie man intrigiert und Pläne schmiedet, und am Ende doch selbst reingelegt wird, hat mein Interesse geweckt. Da ich aber damals das Problem sah, dass es kaum möglich wäre, 7 Spieler zusammenzukriegen, habe ich das ganze verdrängt.
Später bin ich dann durch Zufall auf Ludomaniac gestoßen: Im Online-Fussballmanager Hattrick hatte damals der Nationaltrainer von Österreich im WM-Halbfinale mit sämtlichen anderen noch vertretenen Teams Vereinbarungen getroffen – und sie alle zu seinem Vorteil gebrochen. Während der hitzigen Diskussion über dieses Verhalten hat dann irgendjemand denn Link zu Ludomaniac gepostet. Da habe ich mich wieder an Diplo erinnert und mich sofort angemeldet.
An meiner Erziehung liegt es übrigens wohl weniger. Außerhalb von Dippy schätze ich nämlich Verrat und Intrigen gar nicht.

In ludo hast du 9 zaehlpartien absolviert, davon x als ersatz. Bist du ein ersatzfetischist?

Die meisten der Ersatz-Partien stammen noch aus meiner Anfangszeit, wo ich viel ausprobieren wollte – und das ging nicht nur mit regulären Partien. Inzwischen lasse ich es langsamer angehen, eine Partie zur gleichen Zeit ist genug.

Magst du varianten, welche? 

Da mag ich am liebsten die “schrägen” Varianten, wie z.B. Chaos oder Rather Silly. Bei FtF ist auch Multiple Void eine gute Wahl, wenn es nicht ganz aufgeht mit der Spieleranzahl.

Was wuerdest da am standard veraendern?

Ehrlich gesagt, nichts. Standard ist meiner Meinung nach sehr gut ausbalanciert, und gibt jedem Spieler eine Vielzahl von Möglichkeiten. Gleichzeitig spielt sich jedes Land anders. Diese Kombination ist insgesamt sehr schwer zu erreichen.

Dein lieblingsspieler ist igor kurt seit dem ftf 2007. Was war da zwischen euch gelaufen?

Nun, das war mein erstes FtF. Ich war auf Ludo schon bei einigen Partien einigermaßen erfolgreich, und habe mich damlas in Frankfurt angemeldet. Ich habe dann schnell gemerkt, dass es bei FtF ganz anders zu geht. Insbesondere Igor hat es geschaft, mich so um den Finger zu wickeln, dass ich ihm hilflos ausgeliefert war. Die Partie ging nicht gut für mich aus, aber ich habe die spezielle Faszination von FtF kennen gelernt.

Dein schoenstes erlebnis bei dip….

Das ist schwer zu sagen. Direkt im Spiel sind vielleicht am ehesten die Momente, in denen man sieht, dass seine Pläne aufgehen. Allgemein würde ich sagen, dass es das Treffen mit Freunden bei Conventions ist.

Dein groesster stabb…..

Das war wohl in Waldkappel, als ich aus einer Trippelallianz (Ich war Türkei, verbündet mit Russland und Italien) ausgebrochen bin und beide ehemaligen Verbündeten gleichzeitig gestabbt habe, und jedem je zwei VZ abgenommen habe. Für soviel Unverschämtheit habe ich dann auch den Preis als bester Stabber bekommen.

Wann und wie bist du extrem gestabbt worden?

Ich bin schon sehr oft gestabbt worden. Aber ich habe ehrlich gesagt keinen Stab in besonderer Erinnerung, dies macht mir keine schlaflosen Nächte. Wenn die Partie vorbei ist, ist sie vorbei.

Du hast bei wenigen spielen bei ludo zweimal platz 1, einmal platz 2 erreicht. Jetzt beim ftf bei fabian hast du das letzte spiel auch souveraen gewonnen. Was kannst du uns empfehlen?

Immer reden, das ganze Brett im Auge behalten, und in jedem Zug die Situation neu analysieren. Dabei darf man auch nicht die Dynamik auf der anderen Seite des Brettes vernachlässigen. Und außerdem sollte man Geduld haben und nicht gierig werden. Eine gute strategische Position ist mehr Wert als ein VZ mehr, aber dafür einen verägerten Nachbarn zu haben.

Was machst du beruflich? 

Ich arbeite an der Entwicklung der Software für ABS/ESP-Controller. Dort bin ich für die Software-Architektur zuständig.

Was kannst du aus deinem privatleben erzaehlen?

Ich bin Single, 30 Jahre alt und lebe in Frankfurt. Eine Dokuspoap über mein Leben wäre vermutlich sehr langweilig. ;)

Sagt dir das wort ‚sport‘ etwas?

Reimt sich das nicht auf “Mord”?

Deine ideen/gedanken, warum das spiel so wenig populaer ist und wie man das aendern koennte?

Es ist ein langwieriges Spiel, man braucht viele Mitspieler, und viele Menschen schreckt vielleicht auch das “verräterische” an dem Spiel erst mal ab. Außerdem ist es sowieso nicht so bekannt. Das beste Mittel dagegen ist, darüber zu erzählen, aber dabei das ganze “positiver” zu erzählen. Anstatt den Verrat hervorzuheben, kann man nämlich auch die Notwendigkeit des Vertrauens herausstellen, und die Wichtigkeit der Zuverlässigkeit.

Welches land spielst du am liebsten?  Am wenigsten gern?

Mein Lieblingsland ist Italien. Es hat sehr viel Potential und kann sich in der Regel am Anfang aussuchen, mit wem es zusammenspielen will, da es selten das erste Ziel ist. Mit Österreich verzettele ich mich dagegen recht häufig.

Gewinnen garantiert – in Waldkappel

Oktober 23, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Fun

Im herbstlichen Hessisch-Sibiren rauscht ein eisiger Wind durch die Wälder. Kaum eine Menschenseele verirrt sich hierher. Doch die verwegesten Diplomaten Deutschlands versammeln sich hier, um hier über die Zukunft Europas zu verhandeln und Intrigen zu spinnen.

Wie jedes Jahr gibt es unser Treffen in Waldkappel, diesmal vom 16. – 18. November. Der Ort ist wieder der Dürerhof, für nur 79 € gibt es ein Wochende mit Vollpension und eine Menge Spiel und Spass.

Insbesondere möchten wir Spieler einladen, die bisher noch nicht FtF gespielt haben. In der kuscheligen Atmosphäre von Waldkappel kann man sich auch als Neuling hereintrauen. Und keine Sorge – auch die alten Hasen bluten, wenn man sie stabbt.

Um Waldkappel noch etwas kuschliger zu machen als es sonst schon immer war, gibt es dieses Jahr auch keine Turnierwertung.  Somit gibt es keinen Turniergewinner – aber auch keine Verlierer. Stattdessen wollen wir einfach zusammen Spass haben.

Wer also einfach mal drauflos spielen will, kommt hier ganz auf seine Kosten. Auch können wir flexibel sein, und einfach Varianten einstreuen.
Oder wir spielen eine spannende Partie einfach weiter als üblich, wenn alle wollen. Dazu kommen natürlich noch alle möglichen anderen Spiele auf den Tisch. Es kann also auch geputscht werden, Pornos werden gedreht, orientierungslose Roboter irren durch die Gegend, und am Abend ziehen die Werwölfe wieder ihre Kreise.”

Die Anmeldeseite ist hier!

Vielen Dank.

Viele Grüße,

Michael

Sieben auf einen Streich

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Personen und Ereignisse

Andre Ruddeck beim Diplomatieerklären

Ein schönes Interview mit Andre Ruddeck findet ihr hier!

 

Frank Oschmiansky ist Deutscher Meister 2012

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen

Die drei Sieger 2012

Über die DM in Berlin wurde bereits im Forum kurz berichtet.  Wenig Teilnehmer, viel Spass gleichwohl! Hier noch Fotos zur Untermalung, mit Dank an Dirk Brüggemann. Gesiegt hat Frank Oschmiansky (im Bild links in der Mitte! Den zweiten Platz holte sich Andre Ruddeck (links im Bild links), Fabian Straub (rechts im Bild links) kam auf Platz drei. Allen herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

 

So wurde gesiegt!

4. SalinenCon in Bad Nauheim

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Events, Veranstaltungen

In diesem Jahr findet zum vierten Mal der „SalinenCon“ in Bad Nauheim statt (vom 23.11.-25.11.). Diesmal zum ersten Mal mit einem Diplomacy-Brett am Samstag. Veranstaltet wird das von Tobias Hoffmann, ein Alt-Ludomane und Sozialarbeiter in Bad Nauheim. Fabian Straub hat sein Kommen genauso zugesagt, wie Christoph Gehre  und ich. Obwohl damit zu rechnen ist, dass dort im Wesentlichen Anfänger sind, ist das letztendlich nichts anderes als ein klassisches Face-to-Face. Alle sind herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte an mich, Felix Happich!

So toll habe ich Diplomacy noch nie erlebt!

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Kommentare, EoG

HIER EIN EOG ZUM SPIEL DM 1219

hallo leute,
keine frage – das war ein spiel der besonderen art – jedenfalls fuer mich. warum, das will ich euch erzaehlen!

es begann alles ziemlich banal. am anfang wie ueblich fuer russland zwei fronten. im sueden bin ich schnell in den interessenkreis von florian eingestiegen, der mir eine eroberung von osmanien versprach. mit dabei war christoph, der seine italienischen truppen offensichtlich von anfang an syncron mit florian bewegte. im norden hatte ich erstmal schweden uebernommen, dann eine absprache mit jan, ihm zur seite zu stehen.

tatsaechlich wurde der druck von england und frankreich immer groesser. doch auch im sueden war es nicht einfach. florian beschaeftigte sich mit rundumverteidigung, hetzte mich aber gen westen oder gen sueden. dem gab ich nach, da ich ja weiterkommen wollte.

irgendwann buesste ich aber rumaenien ein, und es kam mir nun so vor, als ob ich da den schwarzen peter selbst hatte, was jedoch nur suggestion war. eine weitere ungereimtheit war, dass florian mich immer wieder zu unterstuetzungsmassnahmen noetigte, sodass ich meine truppen immer weiter auseinanderzog, obwohl er selbst nirgends mit einstieg. zu dem zeitpunkt schien mir seine allianz mit udo plausibel.

es kam wie es kommen musste – ich zog ueberall den kuerzeren. das brachte mich zur besonnenheit. sowieso weitete sich england immer weiter aus, jan war nicht mehr zu retten, da ja auch kein weiterer ihm zur seite stand.

so beschloss ich die fronten zu wechseln. der dialog mit udo und torsten tat mir dabei gut. ich hatte zwar keine starke position, haette mich aber immer auf die seite von florian schlagen koennen, was ich zwar andeutete, niemals aber wirklich wollte.

um ehrlich zu sein – ich habe zweimal bei der dm mitgemacht, aber bis dato richtig interessiert hatte es mich nicht. einige gespraeche mit spitzenspielern liessen aber mein ansinnen aendern. so kam jetzt der zeitpunkt, und ich glaube, udo hat da mich sehr stark motiviert, ich ‘koennte es noch schaffen, mich in die naechste runde zu retten’, dass ich nunmehr alles daran tat, wirklich aus dem spiel etwas zu machen.
also: torsten und udo unterstuetzen, gegen florian halten und hoffen, dass christoph von alleine abschrammt.

von diesem zeitpunkt hatten wir als neues trio eigentlich ganz gut funktioniert. es gab die absprache, dass wir drei es auf jeden fall schaffen wollten, ueber die vz-verteilung wuerde man sich schon einig werden. und so wurde nach und nach der rest des spielfeldes erobert.

zuerst ging es gen florian, der sich gut verbarrikadiert hatte. udo bewegte seine truppen fuer meine begriffe zu zoegerlich gen osten, verschonte immer wieder den christoph, was mir zweifel brachte, hatte auch gegenueber carsten bedenken, dass der nicht doch noch einen alleingang machte. aber florians festung brach allmaehlich ein.

dann gab es noch fuer mich einen rueckschlag, als torsten sich im skandinavischen raum auf meine kosten aufstellte. das waere eigentlich unnoetig gewesen, da ich ohnehin stark dezimiert war.

ich machte aber gute miene zum boesen spiel und beharrte lediglich auf mein ‘mitschwimmen’ bis zur naechsten dm-runde, dem ja zugestimmt worden war.

dann ging alles beinahe wie von selbst, wir kommunizierten wie der teufel, selten habe ich soviele mails geschrieben oder beantwortet. mit udo hatte ich diverse male geskypt, was auch gut tat. alles in allem hat mich bei udo nur seine dominanz gestoert, immer alles richtig zu machen und fuer alles auch ausfluechte zu haben. er war sowieso auf platz 1, er haette es gelassener angehen koennen.

ich zitterte dagegen bis zum schluss, weil ich lange unterhalb der weiterkommlinie stand. udo beharrte auf seinen 14 vz, die vereinbart waren. torsten war da gelassener. mit torsten war ein gemeinsamer zweiter platz ausgemacht.

ueberhaupt bewundere ich torstens gelassenheit. er musste ueber viele jahre weitgehend haltebefehle abgeben, da er nach absprache nichts mehr zu erobern hatte. meinen respekt! sicherlich haette er fuer viel aerger sorgen koennen, wenn er ansprueche auf einen sieg angemeldet haette.

der rest ist nicht weiter berichtenswert. florian flog raus, wobei alle unsere einheiten abenteuerlich verteilt waren. ich wuchs rasant wieder auf, danke an meine beiden goenner!

alles in allem kam es zur punktlandung. wir haetten das spiel frueher beenden koennen, angebote fuer einen friedensvertrag gab es, doch christoph wollte nicht zustimmen mit seinem letzen vz. also musste er mit gewalt eliminiert werden. dann konnte der friedensvertrag beschlossen werden.

so toll habe ich diplomacy noch nicht erlebt.

da wir uns im dm-wettbewerb befanden, haette ich das auch nie so erwartet, zumal ich nicht selten von schweinereien im letzten zug gehoert habe.

vielen dank an unser team udo und torsten. der sieg steht uns drei zu recht zu! danke auch an den spielleiter, der wirklich souveraen alle terminverschiebungen ertragen hat.

Seines Glückes Schmied sein – von Anfang an!

Oktober 03, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Varianten

DIY VARIANTE
Für alle, denen Standard zu wenig, der Kartenschnickschnack und die Regelvergewaltigungen zuviel sind: hier eine kleine Abwandlung des Ur-Spiel: in einer Vorphase baut jeder die Einheiten, die er mag! Natürlich gibt es nach der Auslosung eine Verhandlungsphase! Es ist also jeder seines Glückes Schmied, von Anfang an. Keine Jammereien mehr über die Flotte in Stp-Süd, oder ob Rom eine Flotte oder ob nicht! Russland mal nur als Landstreitkräftemacht? Oder England nur als Armada? Hier gehts.

Anmeldungen: auf der Anmeldungsseite bei Ludomaniac, hier...

Voraussetzungen: keine! Jeder darf, keine SP, keine Freispiel. Dies ist ein Testspiel.

Do it yourself

September 05, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Varianten

Wolltet ihr auch schon mal nicht mit einer Flotte in StP (sc) starten?  Oder störte euch das ewige Bouncen im Kanal oder im Schwarzen Meer? Oder Lust auf eine reine Flottenmacht England?  Könnt ihr jetzt haben…

Über Varianten wird viel spekuliert. Einige mögen sie mehr als das Standardspiel, darunter auch meine Person. Wir selbst sind mit Marco Hopp an der Dip.Europe 2012.0.., sie ist eigentlich schon stapellaufklar! Aber sie ist kompliziert, und es werden 11 Spieler benötigt.

Hier eine Variante, die auf einer Idee beruht, die auf dem Face to face bei Fabian Straub vor gut einem Monat geäußert worden war.  Stichworte:

  1. Standardbrett, jede Nation richtet ihre Startposition nach Belieben ein
  2. Verhandlungsphase „Winter 1900“ zuvor
  3. Trafofunktion (Umwandlung von Einheiten) während des Spiels
  4. beliebige Ab- oder Umbauten im Winter
  5. Schweiz passierbar, wenn die Mehrheit der Spieler das beschliesst
  6. Wings ab 1904
  7. Black Press

Nennen wir die Variante einfach DIY, frei nach dem Gedanken „Do it yourself“. Selber seines Glückes Schmied sein, und zwar von Anfang an! Wir wollen Erfahrungen sammeln. Ich biete die Variante jetzt an, keine Sozialpunkte, keine sonstigen Kosten, Vorstrafen oder Sperren spielen auch keine Rolle. Einfach Spass haben. So zwischendurch.

Ihr könnt euch jetzt äußern, die nächsten 14 Tage, hier oder im Forum, aber auch sofort anmelden, entweder per mail an mich oder auf der Anmeldungsseite, wo das Spiel in wenigen Tagen zu finden ist.

Na denn – auf einen heissen Herbst!

Berlincon 12.-14.10.2012 – in: Berlin!

September 02, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen

Werte Diplomaten,

eine Berlicon lässt sich weder durch eine Schuldenkrise, noch durch eine verzögerte Flughafeneröffnung aufhalten. Sie war, sie ist und sie bleibt! So auch dieses Jahr. Am 2.ten Oktoberwochenende (12.10.2012 bis 14.10.2012) empfangen wir euch in Berlin.

Berlicon, das heißt wie immer Diplomacy in gemütlicher Atmosphäre, Diplomacy in einer großartigen Stadt und in diesem Jahr auch „Diplomacy meets Berlin“. Neben der Deutschen Meisterschaft, die wir dieses Jahr auf der Berlicon ausspielen werden, haben wir ein kleines Berlin-Kennlernprogramm am Samstagnachmittag für euch organisiert.

Im Vordergrund steht wie immer das Turnier. Wir spielen drei Runden Standard, von denen sich zwei auf den Samstag und eine auf den Sonntagvormittag verteilen. Als Wertungssystem nutzen wir C-Diplo. Bei Interesse und genügender Teilnehmerzahl ist eine Einführungspartie für Diplomacyanfänger und Neulinge im Face to Face am Freitagabend angedacht. Hierbei geht es weniger um Erfolg oder Misserfolg, als vielmehr darum, sich mit den Regeln und Optionen des Spiels vertraut zu machen und sich an das Zeitmanagement zu gewöhnen. Heulende Werwölfe, steuerungsbedürftige Roboter und diverse andere Spiele gehören sowieso zum Standardprogramm.

Wer weniger aufs Powergamen setzt und neben Diplomacy die Stadt etwas kennen lernen möchte, kann sich am Samstagnachmittag, anstatt die 2.ten Runde zu spielen, unserer Stadtführerin anschließen. Hier habt ihr die Qual der Wahl. Wollt ihr eine Stadtführung um die Innenstadt und typischen Highlights zu sehen? Wollt ihr etwas über die jüdische Geschichte Berlins erfahren? Oder hat euch schon immer ein Besuch im Jüdischen Museum Berlin interessiert? Unsere Stadtführerin entführt euch gern zu den geheimnisvollsten und schönsten Orten Berlins. Dieses Angebot hat nur einen Haken. Alles auf einmal geht leider nicht.

Der Preis für dieses exklusive Wochenende beträgt xx,-€. Dafür dürft ihr verhandeln, betrügen, essen, besichtigen und wenn ihr wollt auch mal schlafen.

Angemeldet werden kann sich hier.

Auf bald,

André und Frank