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Rund um das Diplomacy-Spiel – von Christian Reichardt
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Artikel der Kategorie ‘Events, Veranstaltungen’

Gewinnen garantiert – in Waldkappel

Oktober 23, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Fun Kommentare deaktiviert

Im herbstlichen Hessisch-Sibiren rauscht ein eisiger Wind durch die Wälder. Kaum eine Menschenseele verirrt sich hierher. Doch die verwegesten Diplomaten Deutschlands versammeln sich hier, um hier über die Zukunft Europas zu verhandeln und Intrigen zu spinnen.

Wie jedes Jahr gibt es unser Treffen in Waldkappel, diesmal vom 16. – 18. November. Der Ort ist wieder der Dürerhof, für nur 79 € gibt es ein Wochende mit Vollpension und eine Menge Spiel und Spass.

Insbesondere möchten wir Spieler einladen, die bisher noch nicht FtF gespielt haben. In der kuscheligen Atmosphäre von Waldkappel kann man sich auch als Neuling hereintrauen. Und keine Sorge – auch die alten Hasen bluten, wenn man sie stabbt.

Um Waldkappel noch etwas kuschliger zu machen als es sonst schon immer war, gibt es dieses Jahr auch keine Turnierwertung.  Somit gibt es keinen Turniergewinner – aber auch keine Verlierer. Stattdessen wollen wir einfach zusammen Spass haben.

Wer also einfach mal drauflos spielen will, kommt hier ganz auf seine Kosten. Auch können wir flexibel sein, und einfach Varianten einstreuen.
Oder wir spielen eine spannende Partie einfach weiter als üblich, wenn alle wollen. Dazu kommen natürlich noch alle möglichen anderen Spiele auf den Tisch. Es kann also auch geputscht werden, Pornos werden gedreht, orientierungslose Roboter irren durch die Gegend, und am Abend ziehen die Werwölfe wieder ihre Kreise.”

Die Anmeldeseite ist hier!

Vielen Dank.

Viele Grüße,

Michael

Frank Oschmiansky ist Deutscher Meister 2012

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Die drei Sieger 2012

Über die DM in Berlin wurde bereits im Forum kurz berichtet.  Wenig Teilnehmer, viel Spass gleichwohl! Hier noch Fotos zur Untermalung, mit Dank an Dirk Brüggemann. Gesiegt hat Frank Oschmiansky (im Bild links in der Mitte! Den zweiten Platz holte sich Andre Ruddeck (links im Bild links), Fabian Straub (rechts im Bild links) kam auf Platz drei. Allen herzlichen Glückwunsch!

 

 

 

 

So wurde gesiegt!

4. SalinenCon in Bad Nauheim

Oktober 20, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

In diesem Jahr findet zum vierten Mal der „SalinenCon“ in Bad Nauheim statt (vom 23.11.-25.11.). Diesmal zum ersten Mal mit einem Diplomacy-Brett am Samstag. Veranstaltet wird das von Tobias Hoffmann, ein Alt-Ludomane und Sozialarbeiter in Bad Nauheim. Fabian Straub hat sein Kommen genauso zugesagt, wie Christoph Gehre  und ich. Obwohl damit zu rechnen ist, dass dort im Wesentlichen Anfänger sind, ist das letztendlich nichts anderes als ein klassisches Face-to-Face. Alle sind herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte an mich, Felix Happich!

Berlincon 12.-14.10.2012 – in: Berlin!

September 02, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Werte Diplomaten,

eine Berlicon lässt sich weder durch eine Schuldenkrise, noch durch eine verzögerte Flughafeneröffnung aufhalten. Sie war, sie ist und sie bleibt! So auch dieses Jahr. Am 2.ten Oktoberwochenende (12.10.2012 bis 14.10.2012) empfangen wir euch in Berlin.

Berlicon, das heißt wie immer Diplomacy in gemütlicher Atmosphäre, Diplomacy in einer großartigen Stadt und in diesem Jahr auch „Diplomacy meets Berlin“. Neben der Deutschen Meisterschaft, die wir dieses Jahr auf der Berlicon ausspielen werden, haben wir ein kleines Berlin-Kennlernprogramm am Samstagnachmittag für euch organisiert.

Im Vordergrund steht wie immer das Turnier. Wir spielen drei Runden Standard, von denen sich zwei auf den Samstag und eine auf den Sonntagvormittag verteilen. Als Wertungssystem nutzen wir C-Diplo. Bei Interesse und genügender Teilnehmerzahl ist eine Einführungspartie für Diplomacyanfänger und Neulinge im Face to Face am Freitagabend angedacht. Hierbei geht es weniger um Erfolg oder Misserfolg, als vielmehr darum, sich mit den Regeln und Optionen des Spiels vertraut zu machen und sich an das Zeitmanagement zu gewöhnen. Heulende Werwölfe, steuerungsbedürftige Roboter und diverse andere Spiele gehören sowieso zum Standardprogramm.

Wer weniger aufs Powergamen setzt und neben Diplomacy die Stadt etwas kennen lernen möchte, kann sich am Samstagnachmittag, anstatt die 2.ten Runde zu spielen, unserer Stadtführerin anschließen. Hier habt ihr die Qual der Wahl. Wollt ihr eine Stadtführung um die Innenstadt und typischen Highlights zu sehen? Wollt ihr etwas über die jüdische Geschichte Berlins erfahren? Oder hat euch schon immer ein Besuch im Jüdischen Museum Berlin interessiert? Unsere Stadtführerin entführt euch gern zu den geheimnisvollsten und schönsten Orten Berlins. Dieses Angebot hat nur einen Haken. Alles auf einmal geht leider nicht.

Der Preis für dieses exklusive Wochenende beträgt xx,-€. Dafür dürft ihr verhandeln, betrügen, essen, besichtigen und wenn ihr wollt auch mal schlafen.

Angemeldet werden kann sich hier.

Auf bald,

André und Frank

„Besonders gesundheitsfördernd”

Juli 30, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Fressen und gefressen werden auf Florians Home Face to Face

7 Spieler an einem Brett – das kann nur ein Face to face Event sein! V.l.n.r. Carsten, Stefan,
Marc, Christian, Fabian. Nicht im Bild: Arne, Frerk, Christoph, Conrad, Felix, Kevin, Michael,
Mirko, Torsten sowie das Haus- und Sicherheitspersonal.

Face to face, also Dipspielen „von Antlitz zu Antlitz“, ohne sich hinter emails verstecken zu können oder seine nonverbale Körpersprache nicht offenbaren müssen, habe ich bisher nur an „öffentlichen Orten“ gespielt, also in Jugendherbergen, in Begegnungsstätten zwischen Bahngleisen oder im Hotel. Um so gespannter war ich, als ich am Freitag Fabians Einladung folgte und mich auf den Weg vom Flughafen nach Nieder-Eschbach quälte. Fabian Straub, ein führender Spieler der Szene, hatte  zum ersten Face to face bei sich zuhause eingeladen – und fast alle „Zusager“ kamen denn auch am Wochenende 27.-29.7.2012 nach Frankfurt (Teilnehmer u. Absager am Ende des Artikels sichtbar).

Zwei Champions im Gespräch – der Gastgeber Fabian
Straub (m. Sonnenbrille) und Stefan Hagemann
(o. Sonnenbrille)

Bereits am Freitagabend reisten die Diplomacyfreaks aus allen internationalen Richtungen an, u.a. erschienen aus Afrika ein Amerikaner namens Conrad Woodring und aus Russland ein Deutscher, Christian Reichardt, der Verfasser nämlich. Auch aus den verkehrstechnisch nicht weniger weit (je nach Verkehrsmittel) entfernten Regionen Deutschlands scheuten die Hobbyspieler nicht den Weg, so begrüßten sich  dann Teilnehmer Stefan Hagemann aus Rostock, aus Frek v. Schoen aus Bad Segeberg, Marc Boden aus Köln, Arne Senftleben aus Heidelberg, Christoph Diehl aus Mainz, Torsten Kutzner aus Frankfurt  usw. (Liste am Ende des Artikels), ferner aber auch aus Frankfurt-München, von wo extra der neue amtierende DDB-Präsident Michael Pock angeritten kam.

Wo man noch richtig “blattern” kann – das “Junta”-Spiel

Für die Stimmung sorgte Fabian wie gewöhnlich  mit  seltenen Biersorten aus seinem heimatlichen Bayern und seinem besonderen Humor. Bei extremen Temperaturen von 34 Grad Celsius hatten die Kühlschränke aussergewöhnliches zu leisten, die Spieler nicht minder. Zur Einstimmung und, nachdem das „geschäftliche“  erledigt war, „wärmten“ sich die Teilnehmer auf der Terrasse des Reiheneckhausgrundstückes im vornehmen Nieder-Eschbach bei einem „Junta“-Spiel auf, das atemberaubend bis nachts um 03 Uhr morgens dauerte, wobei “geblattert” wurde, was das Zeug hielt.

Dabei traten im Laufe des Abends Regelauslegungsprobleme auf, die spieletypisch in südamerikanischer Manier mit Bestechungen, Attentaten, Putschs, Erschiessungen und härteren Vodkarunden „erledigt“ wurden -  sehr zum Unwohlsein der Nachbarn, die angesichts der ungebremsten Dialoge auf der nächtlichen Terrasse eine nichtlegale oder von ihnen nicht gemochte Keimzelle argwöhnten und – typisch deutsch – ihre Bereitschaft ankündigten, für ihr Reihenhaus und im übertragenen Sinne natürlich auch für ihr Vaterland einzutreten und  wirkliche Sicherheitsorgane hinzuzuziehen, was durch Konfekt und andere  Junta“instrumente“  glücklicherweise entschärft werden konnte.

Das erste Spiel

Nach einem kurzem Schlaf auf jedweden Schlafgelegenheiten einschliesslich auf der Terrasse wurde dann, nach einem zünftigen Frühstück mit Ei, Mett und anderen Leckereien,  das eigentliche Zusammentreffen „vollzogen“.    Es begann mit einem Standarddip in den Spielfarben „Tegernseer Helles“ oder „Jever“  und dauerte satte 3-4 Stunden. In der Zeit wurde bis ins Jahr 1905 gespielt, und das schöne war, dass eigentlich alle gewonnen hatten. Niemand wurde eliminiert, die Führung wechselte zwischen verschiedenen Nationen, wer fünf VZ hatte, hatte viel erreicht, und das Spiel wurde nur deshalb beendet, weil alle einen Riesenhunger hatten und der Grill nicht länger auf sich warten lassen wollte.

Ohne Mampf kein Kampf! Grillen ohne Limits!

Fabian hatte zuvor bei einem 3-Sterne-Metzger  die nötigen kampfgruppengerechten Fleischmengen sicherstellen lassen, die die Welternährungsorganisation durchaus zu Diskussionsbedarf verleiten könnten. Rind, Schwein, Lamm, Würstchen, dann noch Kartoffeln in Alufolie und selbstgezauberte Salate, was wollten die inzwischen auf 9 Teilnehmer angewachsenen Diplomacywilden mehr. Als Grillzeremonien- und Proviantmeister qualifizierten sich die ehemaligen und aktuellen Dipchampions Stefan Hagemann und Fabian Straub selbst.

Nach dem Essen trat dann naturgemäß eine schöpferische Pause ein, sodass eine Partie „No-Talk“ (gemeint ist natürlich No-Press)  von allen gern angenommen wurde. Einer der Teilnehmer bezeichnete die Partie als „Funpress“, denn obwohl die Kommunikation nicht erwünscht war, „kannte“ man sich ja numehr auch schon visuell, was in dem einen oder anderen Fall insofern  zu Verhaltensänderungen führte, als Vielsympathie oder Wenigersympathie durchaus die Handlungsweise beeinflussen konnte.

Marc weist den Diplomatenanwärter Carsten
(Bierflasche) ein

Unter den 9 Spielern waren zwei Neulinge, die von Fabian frühzeitig im Büro zu Diplomatenanwärtern ernannt worden waren. Ihnen zur Seite standen zwei erfahrene Profis, nämlich Stefan Hagemann und Marc Boden, die sich liebevoll um die Möchtegerndiplomaten kümmerten und professionell berieten.

Nach diesem Warming-up war die Stimmung unter den Beteiligten in Höchstform, während des Wetter immer schlechter wurde.  Nun wollten mehrere auch noch die Brettspielform von „Civilization“ erkunden und mutierten zu einer Wohnzimmergruppe, während 7 gierige noch ein weiteres Terassendip starteten, darunter einer der Newcomer. Dieser wurde ins Diplomatische Wasser geworfen, das wegen der anwesenden Profis einen hohen Wellengang hatte, doch er schwamm sich auch – nun auf sich alleingestellt – ohne Lehrmeister –   frei.

Civilisation-Spiel

Diese Partie ging nun bis  ca 00:30, als einige der Beteiligten zum letzten Bus mussten, und die Civilisationer sich bereits mit den Pokerchips zufriedengaben. Da die Gewinnlage beim Dip, das wegen eines Hurrikans nun auch ins Wohnzimmer verlegt worden war, nicht eindeutig war, bestanden zwei Teilnehmer auf die Fortsetzung am Folgetage (was natürlich nicht umgesetzt wurde), und alle verbliebenen Gäste nahmen auf der Terrasse noch einige Absacker zu sich, über die Juntasituation mit den Nachbarn und im Allgemeinen sinnierend, um sich wieder auf Nenndrehzahl zu bringen.

Fabian und Felix beim Schachspiel

Am Sonntagfrüh ging es um 10 Uhr  weiter, und zwar, weil sich keine Mehrheit für die Fortsetzung des Dip – Nightmares fand,  mit einem neuen Dipnormal mit gehabten 7 Spielern. Ein kurzes Gastspiel gab noch Felix Happich, der der Szene durch seine Organisationskunst zusammen mit dem leider fehlenden Ulrich Degwitz  bei Variantenfacetoface bekannt ist. Jedoch konnte er nicht lange bleiben, doch für zwei königliche Spiele mit Fabian  an der Seite der Terrasse liess er sich gewinnen.

Letzer Stand von letztem Spiel

Nachdem auch der Schachspieltrieb befriedigt war,  gesellte sich Fabian zu dem Diptisch dazu und sprang als Ersatzspieler für Stefan ein, der seine lange Heimreise antrat.  Fabian gelang es, dessen Position in den verbleibenden zwei Jahren doch erheblich aufzubessern, und die Partie wurde aus Zeitgründen dann Ende 1906 um 15:30 MEZ beendet, als das allgemeine Aufbrechen zur Heimreise begann. Es war den Beteiligten deutlich anzumerken, dass sie gerne noch weitergespielt hätten und eher lustlos ihre Sachen packten.

 

Gesundheitsfördernd: Verhandlungen im Garten

Nahezu zwei Tage fast permanent auf der Terrasse an der frischen Luft bei gesunder Ernährung und nahrhaften Getränken, waren alle entspannt und frisch im Face to Face Teint, sodass die Veranstaltung nunmehr mit dem Prädikat „besonders gesundheitsfördernd“ anerkannt werden kann  und beim Werbekostenaufwand im Rahmen der Einkommensteuer als abzugskostenfähig zu gelten hat.

 

 

 

Ohne Englisch geht nichts: Präsident Michael
Pock verhandelt mit Conrad Woodring

Ein weiterer indirekter Vorteil war wie in unserem Fall, als der nichtdeutschsprechende  Conrad als Gastspieler zugegen war, dass die Kommunikation in englischer Sprache unumgänglich wurde und man auch noch amerikanische Umgangssprache im Schnellkurs lernen konnte. Was sonst Panik auslösen könnte, wurde hier mit Vergnügen in die Tat umgesetzt, und in der Tat halfen der regelmäßige Bierkonsum und die High Motivation für eine in jeder Hinsicht „gelockerte Zunge“ und eine Gelassenheit bei der äußerst selten beobachteten Bildung von grammatikalischen Grausamkeiten auf der linguistischen Spielesafari.

 

Die eigentliche Krönung und der damit erzielte Erfolg waren sicherlich die Tatsache, dass es das ganze Wochenende nicht um Spiel, Satz und Sieg ging, sondern dass man sich, ohne Zeitdruck, NMR und sonstige Betamotivationsblocker völlig unbezwungen von Befehlsabgabe zu Verhandlungen und zum Kühlschrank  und umgekehrt bewegte und alle fünfe wirklich geradelassen konnte – quasi wie im Urlaub!

Der Teamgeist ermöglichte es schliesslich auch, dass so manche Fehler nachgesehen wurden. So verwechselte zum Beispiel ausgerechnet der Verfasser am Samstag  infolge Jetlag und Zeitverschiebung ausgerechnet als Italiener am Samstag  infolge Jetlag und Zeitverschiebung in seinen Aufzeichnungen immer wieder Venedig mit Triest, was die anderen ihm alterskulant und „kundenfreundlich“ unkleinlich nachliessen, wofür er wiederum dankbar war.  Dieses Verhalten wurde auch am Sonntag  beobachtet im Zusammenhang mit zwei weiteren Spielern, die mit ähnlichen „Verschreibern“ ebenfalls ungeschoren davonkamen. Zusammen vergnügte man sich zwei Tage lang und hatte an diesem Wochenendevent eine schöne kumpelhafte Zeit, wofür dem Gastgeber Fabian ein besonderes Lob ausgesprochen wird.

Siegerehrung “zufällig” an den Präsidenten

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Gastgeber mit seinem Allround-Superservice zum wirklichen Unkostenbeitrag von 10 Euro sogar an eine Siegerehrung gedacht hat, die selbstverständlich in symbolischer Art zu verstehen ist, denn einen eigentlichen Sieger gab es ja nur insofern, als ja „alle“ gemeinsam gesiegt hatten. Stellvertretend für sie erhielt, wie es sich gehört, der amtierende Präsident Michael Pock die Trophae  (…die aus verlegerischen Gründen – „Kein Produktplacement“ – hier nicht genauer erwähnt wird),  letztlich aber auch, weil er in der schwierigen letzten Partie einen wirklich überragenden Sieg eingefahren hatte.

Face to face in einem privaten Raum ist eine Erfahrung der besonderen Art. Das ist die Schlussfolgerung, die ich persönlich ziehe. Wenn man sich in Jugendherbergen oder sonst an neutralen Orten “zurückziehen” kann, so ist das hier nicht möglich. So lernt man sich zu arrangieren und zu akzeptieren. Solche Erfahrungen verbinden! Das macht Spass.

Gewünscht haben sich alle, und deshalb wird das an dieser Stelle auch erwähnt, dass der Schrumpftrend, der derzeit das Hobby überschattet, doch eine Kehrtwende erführe und man gemeinsam eine Community entwickele, die zu einer so grossen Akzeptanz und Freundschaft führe, dass man bei einem Besuchsvorhaben in einer entfernten Stadt – wie früher – doch ein „Ach-dann-komm-doch-einfach-vorbei“ eines anderen Kollegen hört, den man sonst nur durch Emailverkehr geniessen  oder bei einer Livespielverstaltung kennenlernen konnte. Vor allem von den Opinion leader wünschte man sich Aktivitäten, sei es bei der Werbung von neuen Spielern oder bei der Ausrichtung von weiteren Veranstaltungen oder schlichtweg bei der Kommunikation in den Foren. Ambitionen gab es also mehr als genug.

Ein weiteres Halleluja, das sich eben auch nur bei solchen Live-Events einstellen kann, ist, welch unterschiedliche Typen von Diplomaten man an so einem Wochenende kennenlernen konnte. Da war einer, der als ewig unzuverlässig eingestuft wurde, dafür aber dann doch solide Resultate eingefahren hatte, dann einer, der übervorsichtig defensiv spielte und stets im Mittelfeld landete, ein anderer wiederum, der wusste, dass man am Anfang schnell punkten musste und dies auch tat, dann aber sich doch in seinen Zusagen verhaspelte und Federn lassen musste, wiederum ein anderer, der als ewiges Ziel das Killen seines grössten Konkurrenten, des „Alphaspielers“ eben,  hatte, wiederum einer, der nie stabbte, und oftmals trotzdem hervorragend abschloss, und schliesslich  einer, der  brillant seine Stärken ausspielte, dann bis zum Schluss aber fast alles verlor. Oder der Verfasser, der als typischer Wassermann zunächst zwischen himmelhochjauzend  und zumtodebetrübt schwankte, dann sich aber ein Herz fasste und mit viel Gelassenheit zum Gewinn anderer beitrug (oder das wenigstens glaubte).

Ein Face to face ist also vor allem ein gesellschaftlicher Thrill, bei dem man sehr schön die Stärken und Schwächen anderer Kommunikationskünstler beobachtet und sich natürlich  auch mit der Wirkung seiner eigenen Kommunikationsfähigkeiten in praxi auseinandersetzen muss, ganz wie im richtigen „Diplomaten“-Leben, aber eben genial gut und eben nicht erreicht von Stammtisch, Fussball oder Glotze.  Und ganz nebenbei macht man auch noch einige Bekanntschaften, die dann lange nach dem Wochenende noch einen Freundschaftsfernwirkungseffekt entfalten.

Danke, Fabian, für das gelungene Wochenende!  Danke auch deiner Familie, die zuvor ein Wochenendexil aufgesucht hat und uns „Freie Bahn“  liess!

Teilnehmer, die irgendwann mal da waren:

Arne Senftleben (Alt-Ludomane, versierter Spieler, kennt Fabian seit 1. FtF. -Turnier in Mailand 2004)

Carsten Fritsch (Arbeitskollege, NP und Standard, die Partie wurde leider nicht zuendegespielt

Conrad Woodring: ein sehr starker Spieler aus USA aus der Woodring-_Familie (sein Vater ist ein Förderer von Dippy in USA mit dem Husky-Tournament in seinem Haus!!!, sein Bruder spielt auch)

Christian Reichardt (keine Titel, russlandminded, schreibt immer wieder mal was bei Ludo)

Christoph Diehl (Physiker, der reden kann, auch sehr erfahrener Spieler)

Fabian Straub (mehrfacher Europameiser, Weltmeister, Deutscher Meister, Befürworter der Monarchie)

Felix Happich (Fabian: “mit ihm habe ich 2 x Schach gespielt – er ist ein zäher Knochen”:-)

Frerk v. Schön (WT_Meister mit Kampfsport-Verhandlungsstil, Kripo)

Carsten Fritsch (Arbeitskollege, NP und Standard, die Partie wurde leider nicht zuendegespielt

Kevin Struck (Arbeitskollege, Zuschauer und Teilnehmer beim Grillen)

Marc Boden (Kölner Jung, frisch & frech)

Michael Pock (Präsi des DBB)

Mirko Franke (Arbeitskollege)

Torsten Kutzner (Hesse)

Stefan Hagemann (FtF – DM in 2005, Berlin)

Face to Face bei Fabian als Grillfest getarnt

Juli 22, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Face to face – geselliges Dipspielen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am letzten Juli-Wochenende nichts  vornehmen! Fabian Straub, führender Spieler der deutschen Diplomacy-Szene, lädt zum Spielewochenende nach Frankfurt am Main ein. Zeitraum 27.-29. Juli 2012.

Im eigenen Garten wird zwei Tage lang gegrillt, Bier und Vodka getrunken und…. Dip gespielt. Einige Standardspiele, dann vielleicht eine Variante, alles locker vom Hocker. Ein Turnier ist bisher nicht geplant, auch eine Preisverleihung ‘droht’ nicht. Und nach allgemeiner Auffassung soll auch nicht auf das Werwolfspiel zurückgegriffen werden müssen. Stattdessen viel laisser-faire und Geklöne – schliesslich haben sich viele der Teilnehmer lange Zeit nicht gesehen.

Fabian Straub, führender Spieler aus Frankfurt

Also:  kein rigoroser Zeitplan, stattdessen legeres Zusammenkommen in geselliger Runde! Ausdrücklich sollen auf Wunsch von Fabian die Biersorten höchster bayerischer Qualität erwähnt werden, die derzeit mit Sondertransporten nach Hessen besorgt werden: Tegernseer Hell (Kristallklares Bergquellwasser) und Augustiner Edelstoff

Angemeldet haben sich bereits einige der “üblichen Verdächtigen”. Es wird also keine Langeweile aufkommen.

Zum Ablauf und näheren Einzelheiten siehe den Forenbeitrag. Anmeldungen über seine seine email contedistraubio@email.de

Und dann wird mit dem “fiesen” Stabber ein Bier getrunken..

Juni 05, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Internationales Kommentare deaktiviert

Holger Fiedler

In San Marino fanden am zweiten Maiwochenende die diesjährigen Europameisterschaften statt. Als einziger Deutscher  war Holger Fiedler vertreten. Er landete einen tollen 15. Platz und konnte auch noch  als “bester Engländer”  brillieren. Hier sein Bericht.

Die Europameisterschaft fand diesmal im Western Palace Hotel  in San Marino statt. Ich reiste bereits eine Woche vorher nach Italien. Es ist mittlerweile mein drittes internationales Turnier, welches ich mit einem Urlaub verbinde. Bei meiner Ankunft (weiterlesen …)

Diplomacy ist “Das Spiel” schlechthin!

Mai 12, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Regeln Kommentare deaktiviert

Hier eine Einführung für interessierte Spielefreaks…

Startposition der 7 Nationen

Ihr seid 7 Spieler. 7 Nationen. Ihr wollt die Herrschaft über Europa erringen. Es ist das Jahr 1914. Ihr habe ein paar Einheiten. Doch Geld gibt es nicht, auch kein Würfelglück. Und rücke bis auf Los vor is auch nicht. Alles, was ihr habt, ist euer diplomatisches Geschick. Ihr braucht Freunde, Partner, könnt bzw müsst  Freundschaften, könnt Bündnisse schliessen – alles das braucht ihr, um voranzukommen. Denn:

Allein schafft ihr gar nichts.  Und um Allianzen zu bilden, müßt  ihr  kommunizieren, müßt Diplomat sein.

Doch Diplomaten haben stets ihre Ziele vor Augen und wissen: nur lieb Kind sein bringt euch auch nicht weiter. Irgendwann müßt ihr listig und intrigant werden, müsst Freundschaften über den Haufen werfen, Feinde gegeneinander ausspielen, Intrigen anzetteln, Fallen aufstellen und dafür sorgen, dass andere reintappen, denn die anderen werden das auch tun.

Alles wie in der richtigen Politik, wo die Diplomaten das grosse Rad drehen. Und: je höher du kommst, um so eisiger pfeift dir der Wind entgegen. Und irgendwo ist unser Spiel sogar dem Golf-Spiel ähnlich – im Grunde spielst du auch noch gegen dich selbst – gegen deinen inneren Schweinehund.

Das Spiel gibt es seit 1959 und es heisst, wie es ist – Diplomacy. Es wird weltweit gespielt, es gibt sogar Meisterschaften.  Wir spielen es hier per email.  Probiert es aus, es gibt nicht viele Regeln, aber um so mehr komplexe Situationen.  Schaut rein, macht ein Probespiel. Diplomacy wird euch nicht mehr loslassen. Einfach email senden an uns oder sich im Blog anmelden.

Links: Kurzeinweisung, Standard-Regeln mit vielen Beispielen

ICH SPIELE DIPLOMACY, WEIL…

März 04, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen, Internationales Kommentare deaktiviert

Unsere Promotion läuft bis Ostern!

ACHTUNG: WETTBEWERB!

Wer erinnert sich nicht an die legendäre Jägermeisterwerbung! Sie ging wohl über Jahre in ein und derselben Form. “Ich trinke Jägermeister, weil…“  Alle möglichen Prominenten wurden bemüht, warum man gerne Jägermeister trinkt. Das ging wohl europaweit so. Da steckte verdammt viel Kreativität drin. Eine tolle Promotion, die das Sich-selber-veralbern genau so mitumfasste wie das Belächeln der täglichen Widrigkeiten oder Malheure, die man mit dem Getränk wunderbar “kompensieren” konnte.

Genau das Richtige für unsere Plattform.  Ich habe mal ein paar Entwürfe mit mir selber gemacht, um die Promotion anzuschieben. Nach und nach folgen weitere. Wir wollen es den Jägermeistern gleichtun und suchen diejenigen unter uns, die uns am witzigsten erklären können, warum sie Diplomacy spielen. Oder wenigstens lieben. Am besten lieben und spielen. Wir suchen also die beste “Realisierung” . Vorgegeben ist ein Standardrahmen und ein “I heart..”-Picker, den Rest gestaltet ihr mit eurer Kreativität. Ein witziges Foto aussuchen (nicht notwendigerweise dein Gesicht, aber auf jeden Fall ein Motiv, das zum Thema passt), einen originellen Slogan drunter, fertig ist dein Beitrag, nennen wir ihn”Eyecatcher”,  der er hoffenlich sein wird. Eigentlich überflüssig, aber zur Sicherheit: es gelten die allgemeinen Netiquette-Regeln, es sollen ja alle Spass daran haben.

Monopoly ist nichts gegen Diplomacy!

Mitmachen kann jeder, gerne auch Anfänger, Neugierige, Fanatiker. Es gibt keine Klassenbeschränkung und auch keine Sperren- oder sonstige Ausschlussbedingungen. Es gibt auch keine Ausweispflicht. Und auch keine Ausweichpflicht! Ladet eure Freunde ein und motiviert alle die, die mal reinriechen wollen. Gerne auch Teilnehmer von anderen Plattformen und aus anderen Ländern. Der Slogan muss nicht in deutsch sein! Den Standardrahmen gibt es  zum Runterladen für das Photoshop-Programm, für andere Programme nach Absprache. Falls das Runterladen  nicht klappt, dann einfach email an mich. Ich bastele euch auch gerne die Collagen, wenn ihr mir die Vorgaben zusendet. Publikation erst nach eurer Zustimmung, versteht sich.

Hugo, mein Hund (Labrador, 11J)

Alle  Beiträge werde wir Zug um Zug vorgestellt, sofern der Inhaber nicht dagegen ist. Nach Ostern zeigen wir dann alle Entwürfe gemeinsam. Dann wird auch gemeinsam abgestimmt. Die besten drei Prämierungen erhalten einen Preis, voraussichtlich ein Spielgeschenk nach freier Auswahl! Ein Spiel werde ich stiften. Na denn: los! Und viel Spass!

Christian Reichardt

Erreichbarkeit: email-to-hotmail oder email-to-ludostartseite

 

Bilderrahmen als gif-Format

Zur Bedienungsanleitung: Hier nun Bilderrahmen zum Herunterladen.. Zur Auswahl stehen Formate in gif und jpeg. Sie können per Rechtsklick heruntergeladen werden. Das Bild im tiff-Format wird ‘werksseitig’ blockiert. Es kann bei mir angefordert werden.

 

 

 

Bilderrahmen im jpeg-Format

Es (tiff) hat den Vorteil, dass bereits verschiedene Ebenen angelegt sind, die nur noch belegt werden, was die Bildfertigstellung erheblich erleichtert. Wie gesagt biete ich auch den kostenlosen Herstellservice an. Ausserdem kann ich helfen mit verschiedenen “Spielbretthintergründen” etc. Und wer den schwarzen Rand nicht mag, soll es sagen. Dann basteln wir etwas anderes.


 

Hauen und Stechen in Freiburg

Februar 28, 2012 Von: ChristianR Kategorie: Allgemeines, Events, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert

Nikolaj Diekert, der Organisator

Nikolaj Diekert hat am vergangenen Donnerstag, den 23. Februar, in Freiburg ein spontanes Face to face organisiert, mit viel Erfolg.  Obwohl eine Nachrichtensperre dafür sorgte, dass bisher so gut wie keine Informationen über Anwesende an die Öffentlichkeit drangen, gabe es doch einige “Pressehappen” für die anwesende Journaille. Immerhin 13 Personen trafen sich “nach Dienst” in der Uni im Matheinstitut, so konnte gar an zwei Tischen verhandelt und gelitten werden. Offensichtlich ging es ganz gesittet zu. Jedenfalls waren auf dem Messer im letzten Bild keinerlei Blutspuren zu erkennen, oder sie waren sorgfältig entfernt worden. Im übrigen zeugt der Schlüssel im linken Bildfeld, dass man im Bedarfsfalle auf ein Alibi zurückgreifen wollte.  Hier die offizielle Presseverlautbarung von Nikolaj:

Am Donnerstag, den 23. Februar fanden sich etliche Diplomaten, Staatsoberhäupter in spe und gestürzte Diktatoren mit Hoffnung auf eine zweite Chance in Freiburg ein, um dort die Zahl von 13 willigen Spielern zu bilden. Dies hatte zu Folge, dass wir an zwei Brettern spielten, mit dem Schreiber dieser Zeilen an beiden Brettern vertreten. Verhandelt wurde von 19 Uhr bis ungefähr 1 Uhr morgens, dabei wurden beide Bretter bis Herbst 1908 gespielt.

Ein zünftiges Face to face (aus der Vogelperspektive)

Nach einer Regeleinführung ging es dann Zug um Zug um die Zukunft Europas. Während an Brett 1 Italien sich den Kontinent unter die Nägel riss, war an Brett 2 ebendiese Macht die erste, die französischen Expansionsplänen weichen musste. Im Nordwesten ein Dreier-Bündnis, bis England es durch die Okkupation des deutschen Hollandes brach, danach war die Hegemonie dreier Mächte nicht mehr aufzuhalten: Frankreich, Deutschland und Österreich versuchten, die Versorgungszentren unter sich aufzuteilen. Der russische Bär bäumte sich auf, aber das zusammengestutzte England konnte ihm nicht mehr zu Hilfe eilen. Kurz vor Ende ereilte das Österreichische Machtgebilde ein Quasi-Zusammenbruch, zu weit hatte sich der Kaiser und König ausgebreitet, zu viel konnten die letzen Kampfverbände von Türkei und Russland noch anrichten. Letztendlich war es der Deutsche Kaiser, der die Nase mit einem VZ vor Frankreich hatte und, wie auf dem Bild zu sehen ist, sich einen Platz an der Sonne erstritten hat. An Brett 2 zur gleichen Zeit, war der Osten geprägt von schnell wechselnden Allianzen, während Frankreich sich auf die englische Insel zurückzog und Italien das Feld überließ. Österreich, das Italien den Rücken freihielt, konnte wie Deutschland, das von Italien östlich des Rheins ungestört war, einen geteilten zweiten Platz an der Sonne erkämpfen, Italien war mit 12 VZ nicht mehr einzuholen.

Endstand, nur von welchem Spiel? "1" oder "2"?

Abgesehen von dem militärischen Geschehen war es natürlich ein Abend, wie man ihn sich erwarten konnte: hektische Zugabgaben, Verhandlungen in letzter Sekunde, minutenlanges Starren auf das Brett, um doch noch eine Möglichkeit zu finden, wie man den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Besonders erfreulich war, dass so viele, bisher der Diplomatie nicht bekannten Gesichter, zu sehen waren, und wir hoffen auf eine Wiederholung des FTF in Freiburg.

Nikolai Diekert”